MHP Riesen Ludwigsburg Scharfschütze Dunn öffnet die Tür zur nächsten Runde

Von Andreas Eberle
Ludwigsburgs Matchwinner in Aktion: Jhonathan Dunn stellte am Dienstag gegen Limoges (links Nicolas Lang) mit 29 Zählern und neun Dreiern einen Karrierebestwert auf. Foto: Avanti/Ralf Poller

Der US-Guard trägt neun Dreier und 29 Zähler zum 85:81-Sieg der MHP Riesen gegen Limoges bei. Ludwigsburg hat in den Play-ins nun alle Trümpfe in der Hand.

Die MHP Riesen Ludwigsburg haben am Dienstagabend einen Riesenschritt in Richtung zweite Gruppenphase der Champions League gemacht. Sie gewannen das erste Play-in-Duell der Best-of-Three-Serie gegen den Limoges CSP mit 85:81 (42:32). Mit einem weiteren Erfolg am Mittwoch, 11. Januar (20.30 Uhr), im französischen Département Haute-Vienne wäre der aktuelle Bundesliga-Fünfte bereits weiter. Bei einer Niederlage kommt es eine Woche später zu einem Entscheidungsspiel. „Es ist nur ein einzelnes Spiel, und wir müssen nun auswärts bei einem starken Team bestehen. Es war insgesamt eine gute Teamleistung“, sagte Riesen-Trainer Josh King nach dem Sieg in Spiel eins.

Der Mann des Abends war Jhonathan Dunn. Der 24-jährige US-Amerikaner bestätigte seinen Ruf als Scharfschütze und traf neun Dreier bei zwölf Versuchen. Mit insgesamt 29 Zählern – ein Karrierebestwert – avancierte Dunn natürlich zum Topscorer.

„Jeder redet heute über die Offense von Jhonathan, aber ich möchte seine Defensivleistung hervorheben, denn er hat es den gegnerischen Guards wirklich schwer gemacht“, lobte King seinen Matchwinner. Außer Dunn punkteten bei den Riesen sonst nur noch Justin Johnson (17) und Jeff Roberson (12) zweistellig.

Ex-Riesen punkten zweistellig

Zwei Ex-Ludwigsburger hinterließen an ihrer alten Wirkungsstätte ebenfalls einen guten Eindruck: Javontae Hawkins führte mit 17 Zählern das Scoring der Franzosen an, Desi Rodriguez gelangen zwölf Punkte. Bryce Jones, Limoges’ etatmäßiger Topscorer, zauberte nur in der ersten Hälfte. Da verbuchte der Spielmacher zehn seiner zwölf Zähler. In den zweiten 20 Minuten degradierten die Riesen Jones zum Mitläufer.

Die Gastgeber legten einen guten Start hin und warfen eine 12:4-Führung heraus (7.), ehe Gästetrainer Massimo Cancellieri mit einer Auszeit einschritt. Prompt fanden seine Schützlinge in die Partie, während Ludwigsburg – auch bedingt durch die ersten Spielerwechsel – den Rhythmus verlor. Das Viertel endete mit einem Gleichstand: 14:14. Auf beiden Seiten ließen bis dahin die Trefferquoten zu wünschen übrig.

In dieser Hinsicht steigerten sich die Riesen im zweiten Spielabschnitt, den sie – vor allem dank der drei erfolgreichen Distanzwürfe von Dunn – mit 28:18 für sich entschieden. Zur Halbzeit führten die Schwaben mit 42:32.

Bis zur 29. Minute und einem Zwischenstand von 61:51 hatten die Mannen in Gelb alles im Griff. Wie aus heiterem Himmel verloren sie dann den Fokus. Limoges nutzte jene Kopflosphase gnadenlos aus. Nach zwei Dreiern in Folge lagen die Franzosen plötzlich mit 70:64 vorne (34.). Erst jetzt rissen sich die Riesen wieder am Riemen und glichen mit einem 6:0-Spurt zum 70:70 aus (36.).

In der packenden Crunchtime wechselte die Führung dreimal hin und her. Mit den Dreiern acht und neun warf Dunn seine Mannschaft mit 84:75 in Front. Das reichte – obwohl die Gäste in den letzten 82 Sekunden noch mal auf drei Zähler herankamen. „Im Endeffekt haben sie mit Jhonathan Dunn das Spiel durch einen Spieler gewonnen, den wir nicht aufhalten konnten“, bilanzierte CSP-Coach Cancellieri. Andreas Eberle

 
 
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