Mit 331 Passagieren Gestrandete finnische Ostsee-Fähre nimmt Weiterfahrt auf

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Das Fährschiff "Viking Grace" im Hafen. Foto: Niclas Nordlund Photography/LEHTIKUVA /dpa Foto: dpa

Schrecken für Hunderte Passagiere einer Ostsee-Fähre: Ihr Schiff strandet bei starken Winden vor Finnland, sie sitzen über Nacht fest. Am Morgen gibt es Entwarnung.

Helsinki - Eine mit 429 Menschen an Bord gestrandete finnische Ostsee-Fähre ist am Sonntag wieder in See gestochen.

Die "Viking Grace" habe das Fährterminal der Stadt Mariehamn auf der finnischen Inselgruppe Åland verlassen und sei nach Genehmigung durch örtliche Behörden in Richtung der Stadt Turku auf dem Festland unterwegs, teilte der Betreiber mit. Dort sollte das Schiff in einer Reparaturwerft inspiziert werden.

Die "Viking Grace" war am Samstag mit 331 Passagieren und 98 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von der schwedischen Hauptstadt Stockholm in das südfinnische Turku unterwegs, als sie in der Nähe des Hafens von Mariehamn auf Grund gelaufen war. Verletzte gab es laut der Reederei Viking Line nicht. Die Insassen mussten die Nacht auf der Fähre verbringen, bevor diese am Sonntagmorgen von Schlepper-Schiffen zum nahe gelegenen Kai gezogen worden war.

Nach Angaben der Reederei reiste ein Teil der Passagiere auf der "Viking Grace" zum finnischen Festland nach Turku weiter. Reisende, die zur Inselgruppe Åland wollten, verließen in Mariehamn das Terminal. Die restlichen Insassen würden mit einer weiteren Fähre nach Stockholm gebracht.

Es sehe danach aus, dass ein starker Windstoß die Fähre in Richtung Küste getrieben habe, wo sie auf Grund gelaufen war, sagte Jan Hanses von der Reederei dem Rundfunksender Yle. Genauere Angaben zur Unfallursache gab es zunächst nicht. Taucher hatten den Boden des Schiffes untersucht und zunächst weder Schäden noch Lecks festgestellt.

Die "Viking Grace" wurde 2012 gebaut und kann bis zu 2800 Passagiere transportieren. Bereits im September war ein Schiff der Reederei vor der Inselgruppe auf Grund gelaufen. Damals waren rund 280 Menschen an Bord, auch hier wurde niemand verletzt.

© dpa-infocom, dpa:201122-99-422272/4

 
 
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