Mit dem Youngster im Tor gewinnen die Steelers in Landshut 2:1 Doubrawa jubelt bei Rückkehr

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Der Ex-Landshuter Leon Doubrawa hütete an seiner früheren Wirkungsstätte das Steelers-Tor. ⇥⇥ Foto: Hansjürgen Britsch via www.imago-images.de

Mit dem Youngster im Tor gewinnen die Bietigheim Steelers beim EV Landshut mit 2:1. Zientek avanciert in der Verlängerung zum Matchwinner.

Für Leon Doubrawa war das DEL2-Gastspiel der Bietigheim Steelers beim EV Landshut ein ganz besonderes. Der Nachwuchstorhüter des SCB stammt aus der Talentschmiede der Niederbayern und durfte am Dienstagabend an seiner ehemaligen Wirkungsstätte zwischen den Pfosten zeigen, wie gut er mit seinen 19 Jahren schon ist. Trainer Danny Naud hatte ihm das Vertrauen geschenkt, nachdem Jimmy Hertel zwei Tage zuvor bei der 2:6-Derbypleite in Heilbronn sechs Tore kassiert hatte, was nach dem Naud’schen Rotationsprinzip einen Wechsel im Tor erforderte. Und Cody Brenner, der statistisch beste Goalie der Steelers, fehlte an seinem 24. Geburtstag wie gehabt wegen einer Verletzung, genauso wie Kapitän Nikolai Goc und die Stürmer Alexander Preibisch und Robert Kneisler.

Am Ende hatte Doubrawa in seiner alten Heimat Grund zum Jubeln: Bietigheim gewann das Nachholspiel vom achten Spieltag mit 2:1 nach Verlängerung. Damit bleiben die Schwaben ein Angstgegner für den EVL. In der Vorsaison hatten sie schon alle vier Hauptrundenduelle gegen Landshut gewonnen. Auch das erste Kräftemessen in dieser Saison entschied die Mannschaft aus dem Ellental vor zehn Tagen mit 9:4 für sich.

Kanadische Topscorer treffen

Beim Wiedersehen am Gutenbergweg geizten beide Teams allerdings mit Treffern. In den regulären 60 Minuten schlugen nur die jeweiligen kanadischen Top­scorer zu: Matt McKnight war im ersten Drittel in Überzahl erfolgreich und untermauerte damit einmal mehr den Ruf der Steelers als Powerplay-Könige der Liga – der Center überwand den früheren NHL-Goalie und Nationalspieler Dimitri Pätzold mit einem Schuss ins lange Eck (13.). Knapp drei Minuten später gelang Zach O‘Brien, der beste Punktesammler der DEL2, sein bereits 19. Saisontreffer. Doubrawa rutschte der Puck dabei zwischen dem Arm und dem Oberkörper durch.

Ausgeglichen, aber torlos verlief der zweite Durchgang. Die Begegnung wurde nun ruppiger. Die Protagonisten auf dem Eis waren peinlichst darum bemüht, nur keine Fehler zu machen. Ein Handicap für den EVL war das Ausscheiden des Kanadiers Marcus Power, das den Landshuter Paradesturm um Star O‘Brien sprengte – Power musste nach einem Check von C.J. Stretch mit einer Kopfverletzung vom Feld.

Auch das letzte Schlussdrittel lebte primär von der Spannung und eher weniger von spielerischen Höhepunkten. In der vierten Minute der Verlängerung avancierte dann Benjamin Zientek zum Matchwinner – der Stürmer hielt nach einem scharfen Pass von René Schoofs die Kelle hin, und die Scheibe rutschte zum 2:1 ins lange Eck. Dank des Extrapunkts schlossen die viertplatzierten Steelers nach Zählern zu Freiburg und Ravensburg auf.

Info Das Spiel am Sonntag bei den Ravensburg Towerstars ist von 18.30 auf 14.30 Uhr vorverlegt worden. Das bereits zweimal verschobene Nachholspiel in Frankfurt vom 19. Spieltag findet am Dienstag, 16. Februar (19.30 Uhr), statt.

 

STIMMEN ZUM SPIEL

Danny Naud, Trainer der Bietigheim Steelers: Ich war mir sicher, dass es kein 9:4 geben wird wie im ersten Spiel bei uns – und dass Landshut viel besser spielen würde. Wir waren aber bereit und haben ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert. Wir haben sehr hart gearbeitet und in der offensiven Zone des EVL nicht viel zugelassen. Die Special Teams haben den Unterschied gemacht. Wir haben bei zwei Möglichkeiten ein Powerplay-Tor erzielt und fünf Penaltys gekillt. Deswegen haben wir uns die zwei Punkte auch verdient. Für Leon ­[Doubrawa] freue ich mich besonders. Er ist Landshuter und erst seit Saisonbeginn bei uns. Er hat sehr gut gehalten.

Leif Carlsson, Coach des EV Landshut: Wir wollten ein viel besseres Spiel machen als in der Woche davor in Bietigheim. Heute waren wir da. Das zweite Drittel war unser bestes, da hatten wir viele Chancen. Wenn wir gegen Bietigheim drei Punkte holen wollen, müssen wir die nutzen. Unser Überzahlspiel war heute nicht gut. Wir wollen immer nur passen und haben auf ein offenes Tor gelauert, statt mal zu schießen. – so wie es die Steelers beim ersten Tor gemacht haben.

 
 
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