Nach Sanierungen im Besigheimer Freibad Eröffnung pünktlich am 1. Mai

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Das Besigheimer Freibad aus der Luft. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten über den Winter soll es am 1. Mai pünktlich öffnen. Eine neue Filteranlage wurde eingebaut.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Die Sanierungsarbeiten im Freibad kommen gut voran. Für 1,5 Millionen Euro wurden die Filteranlage erneuert und eine neue Heizungsverteilung eingebaut.

Die gute Nachricht vorweg: Das Besigheimer Freibad kann planmäßig zum 1. Mai wieder seine Tore öffnen. Das war im vergangenen Jahr stark angezweifelt worden, weil über den Winter umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig waren. Doch die konnten alle im Zeitplan erledigt werden, versicherte Ulrich Schwerdtle vom beauftragten Ingenieurbüro am Dienstag, als sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik auf dem Freibadgelände nach dem Fortgang der Arbeiten erkundigten. „Alle beteiligten Technik-Firmen sind vor Ort“, sagte der Ingenieur, „die baulichen Dinge sind erledigt.“

Und das war nicht eben wenig: Die gesamte Filteranlage des Freibades wurde erneuert, das Gebäude, in dem die Filter untergebracht sind, wirkte zeitweilig wie entkernt, um Platz für modernes Gerät zu schaffen. Auch die elektronischen Anlagen zur Steuerung der Filter wurden ersetzt.

Ein neues Dach

Nach langem Hin und Her im vergangenen Jahr hatten sich die Ausschussmitglieder dazu durchgerungen auch das Dach zu erneuern, obwohl es damals seitens der Ingenieure geheißen hatte, das sei innerhalb des vorgegebenen Zeitraumes überhaupt nicht möglich. War es doch, wie sich jetzt zur Freude der Stadträte und von Stadtbaumeister Andreas Janssen herausstellte. Jetzt wird noch eine Absorberanlage auf dem Dach errichtet, erläuterte Ingenieur Schwerdtle.

Für ebenso beinahe unmöglich hatten es die Ingenieure zu Beginn der Planungen im Mai vergangenen Jahres gehalten, in der Zeit zwischen der Schließung des Freibads Anfang September und der Eröffnung im kommenden Mai einen Anbau zu errichten, um dort einen neuen Heizungsverteiler unterzubringen. Auch dieser ist fertig geworden. Von hier aus wird auch das Flüchtlingsheim, wenige Hundert Meter entfernt auf dem Wasen gelegen, mit warmem Wasser versorgt.

Konsequenz nach Chlorunfall

Allein der moderne Kessel, der Wasser in unterschiedlichen Temperaturen bereitstellt, schlug mit rund 180 000 Euro zu Buche. Insgesamt geht Stadtbaumeister Janssen von Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus.

Ein Chlorunfall im vergangenen Jahr hätte beinahe doch für Verzögerungen gesorgt. Der Austritt von Chlor nahe dem Kinderplanschbecken hatte im Juli für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Grund war eine defekte Dichtung einer Chlorflasche, wie sich später herausstellte. Als Konsequenz aus dem Unfall entschieden sich Stadträte und Verwaltung für den Einbau einer zentralen Chlor-Dosierung in die Filteranlage. Dazu mussten auch neue Leitungen verlegt werden.

Gehen die Arbeiten so zügig weiter, wie es sich im Moment abzeichnet, kann das große Schwimmerbecken Ende März vorgereinigt und Anfang April gefüllt werden, wurde bei der Besichtigung deutlich. Pünktlich am 1. Mai ist das Wasser beheizt, so die Ingenieure. Die Fehl- und Roststellen, die nach der Erneuerung des Beckens moniert worden waren, sind entfernt worden. Die Rohre sind gereinigt, so dass nicht mehr mit Sand oder anderen Rückständen gerechnet werden muss, die im vergangenen Jahr das Wasser verunreinigten.

Info Die Besucher des Freibads müssen in der neuen Saison mit höheren Eintrittspreisen rechnen. Die Tageskarte soll künftig 5,20 Euro statt bisher 4,70 Euro kosten. Jahreskarten kosten 80 statt bisher 75 Euro. Darüber entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, 17. März.

 
 
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