Nachtragshaushalt Tamm hat 15 Millionen Euro weniger als geplant

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Die Sporthalle Maystraße wird erst später saniert. ⇥ Foto: Oliver Bürkle

Die Gemeinde will einen Nachtragshaushalt verabschieden und Sanierungen verschieben.

Die Gemeinde Tamm muss wegen der Corona-Krise den Gürtel enger schnallen. Die Erträge im Ergebnishaushalt fallen um rund 15 Millionen Euro geringer aus, als vorgesehen. Deshalb muss gespart und ein Nachtragshaushalt für 2020 verabschiedet werden. Neben der Gewerbesteuer (13,9 Millionen weniger) macht man sich im Rathaus Gedanken wegen des Rückgangs des Einkommensteueranteils (1,15 Millionen weniger), der Vergnügungssteuer (150 000 Euro weniger), der Bußgelder sowie der Ausfälle der Betreuungsgebühren (250 000 Euro weniger). In dem Entwurf des Nachtragshaushalts, der am Montag im Verwaltungsausschuss auf der Tagesordnung stand, erläutert Kämmerin Fibi Yildiz, dass die von Bund und Land angekündigte Gewerbesteuer-Kompensation noch nicht aufgenommen ist, „da bisher die gesetzlichen Grundlagen fehlen“. Die Gemeinde rechnet mit einem Anteil über 2,2 Millionen Euro.

Von den geplanten Erträgen von knapp 40 Millionen Euro, bleiben im Nachtragshaushalt nur knapp 24 Millionen Euro stehen. Die Aufwendungen wurden von gut 40 Millionen auf 31 Millionen Euro reduziert. Entlastet wird der Ergebnishaushalt durch eine geringere Gewerbesteuerumlage und Zuweisungen zum Zweckverband Laiern. Außerdem wurden Sanierungen verschoben und so 1,7 Millionen Euro eingespart werden. So wurde allein bei der Sanierung der Sporthalle am Schulzentrum 1,2 Millionen Euro durch die Verschiebung auf 2021 gespart. Auch die meisten Bushaltestellen werden später umgebaut, bei den Straßen wird nur das zur Verkehrssicherung Notwendige getan.

 
 
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