Als am vergangenen Donnerstag im Besigheimer Stadtteil Neusatz ein Dachstuhl brannte, war dies ein erster Realtest für die neuen Alarmierungsabläufe der Feuerwehren rund um die gesperrte Neckarbrücke. Dort darf derzeit kein Fahrzeug fahren, auch nicht die Rettungsdienste. Nur Radfahrer oder Fußgänger passieren derzeit die Brücke.
Neckarbrücke Besigheim Erster Ernstfall für neue Alarmabläufe
Wenn es in Besigheim-Neusatz brennt, kommt künftig die Feuerwehr aus Ottmarsheim.
Feuerwehren aus Ottmarsheim und Gemmrigheim kommen
Aufgrund der Sperrung hat die Feuerwehr Besigheim ihre Alarmierungsabläufe verändert, sodass auch der Stadtteil Neusatz im Notfall schnell erreicht wird, will heißen innerhalb der Hilfszeit von zehn bis 15 Minuten. Da das Besigheimer Feuerwehrhaus auf der anderen Seite des Neckars liegt und über Kirchheim oder Ingersheim/Hessigheim anfahren muss, wird in solchen Fällen die Abteilung Ottmarsheim als erste alarmiert, genauso wie die Feuerwehr Gemmrigheim. Bei besagtem Dachstuhlbrand, so sagte der Kommandant der Besigheimer Feuerwehr, Christoph Benesch, im Gespräch mit der BZ, sei die Feuerwehrabteilung Ottmarsheim als erste am Einsatzort gewesen. Die Feuerwehr Gemmrigheim, deren Alarmierung beim ersten Einsatz nicht funktionierte, soll künftig in solchen Fällen mitalarmiert werden, das sie unter Umständen eine Minute schneller im Neusatz ist als die Ottmarsheimer.
Die Feuerwehr Besigheim rückte mit einer Drehleiter über Kirchheim an. „Besigheim kommt in solchen Fällen immer nach, aber dann in reduzierter Mannschaft“, so Benesch. Falls es in Ottmarsheim brennt, sieht die neue Alarmierung vor, dass dann die Feuerwehr Mundelsheim der Abteilung Ottmarsheim zuerst zu Hilfe kommt. Grundsätzlich werden Feuerwehr und Rettungsdienst von der Zentralen Leitstelle des Landkreises alarmiert, die veränderten Alarmierungen der Feuerwehr vor Ort wurde mit dieser abgestimmt.
ASB Walheim ist am schnellsten in den Neckarorten
Was Einsätze von Rettungsdiensten betrifft, gilt nach wie vor, dass die Fahrzeuge, die am nächsten zur Einsatzstelle sind, auch dorthin fahren. Im Falle des Stadtteils Neusatz wird es aber meist der Arbeitersamariterbund (ASB) sein, der seine Einsatzzentrale in Walheim hat, sagt Hendrik Maier, der Rettungsdienstleiter. „Die Leitstelle berücksichtigt natürlich in ihrer Disposition die Sperrung der Neckarbrücke“, so Maier. Aber auch schon vor Sperrung der Brücke sei der ASB meist der Rettungsdienst gewesen, der Einsätze in Besigheim, Neusatz, Gemmrigheim, Kirchheim, Walheim, Ottmarsheim, Hessigheim oder Mundelsheim übernommen habe, „weil wir einfach schneller da sind als die Bietigheimer Rettungsdienste“, so Maier. Deswegen ändere sich für den ASB nichts in der Alarmierungskette.
