Neubaugebiet „In den Gärten“ in Sachsenheim-Ochsenbach Diskussion um Straßenbreite

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Südlich der Baiselsbergstraße soll in Ochsenbach das Neubaugebiet „In den Gärten“ erschlossen werden.⇥ Foto: Martin Kalb

Die Ochsenbacher Ortschaftsräte billigen den Entwurf für den Bebauungsplan „In den Gärten“ für ein neues Wohngebiet.

Am südöstlichen Ortsrand von Ochsenbach im Gewann „Hinter den Gärten“ soll ein kleines Neubaugebiet mit 1,2 Hektar Nettobauland entstehen. Planer eines Ludwigsburger Büros haben den Entwurf eines Bebauungsplans erarbeitet. Dieser wurde in der Sitzung des Ochsenbacher Ortschaftsrats am Mittwoch vorgestellt. Da das Gebiet in der Vergangenheit bei den angrenzenden Anwohner umstritten war, hatten sich auch zahlreiche Bürger zur Sitzung in der Sonnenberghalle eingefunden. Letztlich stimmten die Ortschaftsräte dem vorliegenden Bebauungsplanentwurf einhellig zu.

Im Norden sollen Einfamilien- und Doppelhäuser mit einem Voll- plus Dachgeschoss entstehen. Auf der Südseite des Baugebiets wiederum wird ein Wechsel aus ein- und zweigeschossigen Wohnbauten zu finden sein. Die Firstrichtungen variieren, um einen lockeren Ortsrand zur freien Landschaft hin auszubilden.

Im Osten gibt es auf einer großen Grünfläche eine Retentionsmöglichkeit für das Oberflächenwasser. Dort soll die Bebauung im Norden wieder eingeschossig und im Süden auch zweigeschossig möglich sein. „Damit es keine zu großen zusammenhängenden Gebäude gibt, haben wir die Gebäudelänge auf eine maximale Größe von 18 Metern beschränkt. Die Firsthöhe bei eingeschossigen Häusern kann maximal 8,20 Meter betragen, bei zweigeschossigen maximal zehn Meter“, so Planer Uwe Müller.

Wie groß die einzelnen Grundstück werden, ist noch offen. Die Größe soll aber zwischen 200 und 650 Quadratmetern liegen. Pro Wohneinheit werden mindestens 1,5 Stellplätze auf den Grundstücken gefordert. Dazu soll es öffentliche Parkplätze geben. Über die genaue Anzahl diskutierten die Ortschaftsräte lange.

Erschließung über Ringstraße

Die Erschließung soll über eine Ringstraße erfolgen, die an die Baiselsberg- und die Tannenbrunnenstraße anschließt. „An den Anschlussstellen orientieren wir uns mit der Straßenbreite und den Gehwegen der bestehenden Straßen. Sonst soll die Ringstraße eine Nettobreite von 5,80 Metern und eine reine Fahrbahnbreite von 5,65 Metern haben. Die Gehwegführung wird überwiegend einseitig sein. Unter Beachtung der jeweiligen Grundstücksein- und ausfahrten ist ein Längsparken auf der Straße möglich“, schilderte Müller.

Ortschaftsrat Martin Dürr plädierte dafür, die Straße breiter zu gestalten, um durch parkende Autos die Straßen nicht zu sehr zu verengen: „Elf öffentliche Stellplätze in diesem Gebiet sind auch etwas wenig. Mit einer breiteren Straße wären vielleicht auch mehr Parkplätze möglich“, erklärte Dürr. Planer Müller entgegnete, dass mit Straßenbreiten bis zu 6,50 Metern in den 1970er-Jahren gute Erfahrungen gemacht worden seien, heute jedoch eher der Trend dahin gehe, die Straße enger zu gestalten, um die Geschwindigkeit zu drosseln.

„Wir können auch noch mehr öffentliche Parkplätze einrichten. Das ist durch Einzeichnen auf der Fahrbahn aber erst möglich, wenn wir die genauen Grundstückszufahrten kennen“, so Müller. Auch Thomas Feiert, Fachbereichsleiter Technik in Sachsenheim unterstrich: „Heute zählen auch Klimaschutzaspekte. Daher soll so wenig versiegelte Fläche wie möglich hergestellt werden. Zudem handelt es sich um keine Durchgangstraße.“

Ortschaftsrätin Sabine Schülke schlug vor, die Straße etwas breiter zu gestalten und links und rechts Bäume anzuordnen. Der Planer erinnerte daran, dass ein Pflanzgebotsstreifen entlang der Felder vorgesehen sei und pro 300 Quadratmeter Grundstücksfläche ein Baum gepflanzt werden müsse. In der Bürgerdiskussion verwiesen die Bürger darauf, dass im neuen Baugebiet bis zu 1,80 Meter hohe Zäune erlaubt seien, in den angrenzenden Wohngebieten jedoch nicht.

 
 
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