Neue Bietigheimer Attraktion Letzte Arbeiten am Spielturm

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Der neue Bietigheimer Spielturm und eine der beiden Röhrenrutschen, über die er verfügt.   Foto: Werner Kuhnle

Nach der TÜV-Abnahme müssen noch einige Kleinigkeiten erledigt werden. Für Kleinkinder werden Spielgeräte aufgestellt. 

Mit Spannung wartet man in Bietigheim-Bissingen auf die Einweihung des neuen Spielturms an der Wobachstraße, die für Ende September/Anfang Oktober angekündigt war. Das Warten dürfte bald ein Ende haben: „Der Spielturm wird in Kürze fertiggestellt werden“, sagt Ina Klein, Sprecherin der Stadtverwaltung, auch wenn der offizielle Einweihungstermin noch nicht feststehe.

Was noch zu tun ist

In der vorigen Woche sei der TÜV dagewesen, um den 14,7 Meter hohen, gelben Turm abzunehmen. Nun müssten noch einige Kleinigkeiten angepasst werden, was in der kommenden Woche geschehen soll. Ebenfalls in der kommenden Woche würden die umgebenden Flächen mit Spielgeräten für Kinder unter fünf Jahren ausgestattet, teilt Ina Klein auf Anfrage mit. Unter anderem ist dort auch eine Kleinkinderrutsche vorgesehen. „Weiterhin werden in Kürze noch die entsprechenden Schilder angebracht, welche auf die bestimmungsgemäße Nutzung des gesamten dortigen Spielplatzbereiches hinweisen“, so die Sprecherin.

Wie lange geplant wurde

Die Planungen für den neuen Spielturm begannen vor etwa 16 Monaten, als feststand, dass der zur Landesgartenschau im Jahr 1989 errichtete Spielturm in der Wobachstraße aufgrund großer Schäden abgerissen werden musste. Im Januar dieses Jahres erfolgte dann der Abriss des alten Turms.

Wenig später, im März, fasste der Bietigheim-Bissinger Gemeinderat den Beschluss, noch im selben Jahr einen neuen an gleicher Stelle zu bauen. Die reine Bautätigkeit am Turm einschließlich Herstellung der Fundamente ging dann in rund sechs Wochen über die Bühne.

Wie der Turm aussieht

Das Tragwerk des Turmes ist aus Stahl, die Brüstungen aus Robinienbrettern. Laut Ina Klein wurden für die Stützen rund 220 laufende Meter Stahlrohr verbaut. Die Fassadenöffnungen sind aus Edelstahl, die Podeste aus wetterfesten HPL-Kunststoffplatten.

Auf die Nutzer warten zwei Röhrenrutschen, die mit Bullaugen aus Plexiglas ausgestattet sind, und ein Krabbeltunnel. Es gibt einen zweiten, zusätzlichen Gitterrohraufstieg (Sky-Climb) und zwei zusätzliche Kaminnetzaufstiege sowie eine Anbauvierfachschaukel, bestehend aus einer Nestschaukel und zwei Sitzschaukeln. Die Einstiege in die Röhrenrutschen befinden sich auf neun Meter sowie auf sechs Meter Höhe über Grund. Darüber hinaus gibt es Spieltafeln und Spielpodeste.

Wie für Sicherheit gesorgt wird

Aus Sicherheitsgründen gibt es keine „Sackgassen“, außerdem führen mehrere Wege zur Turmspitze. Um den Turm vor unerwünschten Besuchern zu sichern, hat dieser vier von außen abschließbare Stahlgittertüren, mit denen er über Nacht verriegelt werden kann. Wie der Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes, Claus-Dieter Jaisle, im Gemeinderat sagte, hatten sich im alten Turm in der Vergangenheit immer wieder Jugendliche zusammengefunden, was  mit den Türen unterbunden werden soll.

Was der Turm kostet

Laut Stadtverwaltung kostet der neue Spielturm rund 366 000 Euro. Die Stadt erhält jedoch eine Förderung in Höhe von 100 000 Euro aus dem Förderprogramm Landschaftspark Region Stuttgart. Das war auch ein Grund für die schnelle Entscheidung im Gemeinderat gewesen: Der Zuschuss der Region war an einen Baubeginn im Jahr 2021 gekoppelt.

 
 
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