Neue Notunterkunft Etwa 210 Geflüchtete wohnen in Sachsenheim

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Die neue Notunterkunft in der Kleinsachsenheimer Straße ist fertig gestellt und wurde bezogen.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Die neue Flüchtlingsunterkunft in Großsachsenheim wurde nun von Familien bezogen.

Vor wenigen Wochen sind die ersten Bewohner in die neuen Flüchtlingsunterkunft in der Kleinsachsenheimer Straße eingezogen. Nach Auskunft von Stadtsprecherin Nicole Raichle sind dort zwei Familien aus Afghanistan und Algerien untergebracht. Mitglieder des Arbeitskreis Asyl stehen in engem Kontakt mit diesen Menschen und betreuen sie. Raichle weist darauf hin, dass die Stadt Sachsenheim keine reinen Flüchtlingsunterkünfte hat. Die städtischen Notunterkünfte werden im Rahmen einer Mischbelegung sowohl für die Unterbringung von Geflüchteten als auch von aus sonstigen Gründen obdachlos gewordenen Personen genutzt.

Insgesamt gibt es in Sachsenheim elf städtische Gebäude, die ausschließlich als Notunterkünfte genutzt werden. Einige Gebäude sind bereits aus älterem Bestand, andere wurden in den letzten Jahren erstellt. Dazu gehören, so Nicole Raichle, die Systembauten im Seepfad, Zwischen den Wegen, Sersheimer Straße, Kleinsachsenheimer Straße und die Containeranlage in der Rudolf-Diesel-Straße. Darüber hinaus werden einzelne Wohnungen als Notunterkünfte genutzt, die teilweise angemietet und teilweise im Eigentum der Stadt sind.

Momentan sind, nach Auskunft von Nicole Raichle, keine weiteren Gebäude geplant. Momentan sind in den städtischen Unterkünften rund 210 Geflüchtete untergebracht. Ob noch Plätze frei sind, könne man so pauschal nicht sagen, da immer wieder aus verschiedenen Gründen einzelne Plätze in Wohnungen oder Zimmern nicht belegt werden können. Wenn eine Unterkunft theoretisch für sechs Personen nutzbar wäre, ist sie auch mit einer fünfköpfigen Gruppe voll belegt.

Natürlich belege die Stadt die Räume so effektiv wie möglich, es sei jedoch auch wichtig, auf eine sozial verträgliche Belegung zu achten. So werden auch Menschen verschiedener Nationalitäten nicht wahllos zusammen untergebracht. Dies sei, so Nicole Raichle, wichtig, um ein friedliches und ruhiges Zusammenleben innerhalb der Unterkünfte, aber auch mit der Nachbarschaft zu garantieren.

 
 
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