Das erste Testspiel hat die neue Spielgemeinschaft, die der TSV Nussdorf und der FV Roßwag bilden, hinter sich. Gegen die U19 des FSV 08 Bietigheim-Bissingen gab es am Sonntag einen 3:2-Sieg.
Neue Spielgemeinschaft Vorteile durch Spielerpool und kurze Wege
Der TSV Nussdorf und der FV Roßwag gehen als Spielgemeinschaft in die Saison.
Der FV Roßwag spielte nach der Auflösung der langjährigen Spielgemeinschaft mit dem TSV Mühlhausen eine sportlich sorgenfreie Saison in der Kreisliga B6 und belegte Platz sechs. Zur neuen Runde gehen die Roßwager wieder eine Verbindung ein und schließen sich mit dem TSV Nussdorf zu einer Spielgemeinschaft zusammen. Nussdorf kickt nach dem direkten Abstieg aus der Bezirksliga durch eine Heimniederlage gegen den FC Marbach am letzten Spieltag künftig in der Kreisliga A3. Saisonstart ist am 31. August mit der Partie beim TSV Großglattbach. Eine zweite Mannschaft der SGM nimmt am Spielbetrieb der Kreisliga B6 teil und beginnt am 14. September mit der Partie bei der SGM SC Hohenhaslach/SV Freudental II.
Viele Verbindungen zwischen
beiden Vereinen
„Es gibt enorm viele persönliche Verbindungen und kurze Wege zum TSV Nussdorf. Mit dem TSV Mühlhausen haben wir die Spielgemeinschaft aufgelöst, weil es keine Perspektiven und für uns keinen Mehrwert mehr gab. Vom TSV waren nur noch drei, vier Spieler dabei“, begründet der Fußball-Abteilungsleiter Robin Haller vom FV Roßwag die Auflösung mit der ehemaligen SGM und nennt den Grund, nach einem Jahr wieder eine Kooperation einzugehen: „Für uns wäre es schwierig gewesen, in der neuen Saison eine eigene Mannschaft zu stellen. Wir hatten das mit Nussdorf schon im letzten Jahr besprochen. Dass wir es machen, war schnell klar.“
Die Wege sind kurz, einige ehemalige Spieler des FVR sind in den vergangenen Jahren zum höherklassig spielenden TSV Nussdorf gewechselt. Es gibt also auch viele private Kontakte untereinander.
Heiko Dieterle, der 2. Vorsitzende des TSV Nussdorf, berichtet von einer stattlichen Anzahl Spielern für die beiden Mannschaften: „Es sind 30 bis 35 Spieler von uns und 15 bis 20 vom FV Roßwag. Dieser große Spielerpool war mit ein Grund, die Spielgemeinschaft einzugehen. Wir hatten in der vergangenen Saison Probleme, eine zweite Mannschaft zu stellen und mussten zeitweise Flex spielen. Wir hätten nicht mit gutem Gewissen allein eine zweite Mannschaft stellen können. So macht das Sinn.“ Die Vorbereitung und die Partien der Vorrunde finden auf dem Sportplatz „Am Heidewäldle“ in Nussdorf statt. „Man kennt sich, es ist aber auch etwas Neues und so geht das Zusammenwachsen schneller, wenn man auch immer die gleiche Kabine benutzt. Wie wir die Rückrunde angehen, steht noch nicht fest, aber es könnte ein Wechselspiel geben“, erläutert Dieterle die Pläne.
Nussdorfer Duo trainiert das
A-Liga-Team
Das A-Liga-Team wird vom bisherigen Nussdorfer Spielertrainer-Duo Johannes Wizemann und Nikola Ristomanov gecoacht, die zweite Mannschaft übernehmen Michael Späth, der bislang schon den TSV II trainiert hat, und Kevin Schwab, bisher Spieler beim FVR. Den TSV nach dem Abstieg aus der Bezirksliga verlassen haben Eric Schmidtke (Spvgg Besigheim), Daniel Linder (TSV Kleinglattbach) und Benjamin Langhans (SGM Riexingen), die aber aufgrund von Verletzungen schon in der Rückrunde wenig Einsatzzeiten hatten.
In der ersten Pokalrunde muss die SGM TSV Nussdorf/FV Roßwag I am 3./4. September bei den Aramäern Bietigheim antreten, die SGM II spielt in der Qualifikation (24. August) beim SV Germania Bietigheim II. Der Sieger empfängt in Runde eins Hellas Bietigheim.Claus Pfitzer
