Neues Baugebiet in Sersheim geplant Gebäudehöhe auf neun Meter begrenzt

Von Michaela Glemser
Zwischen der Talstraße und der Goethestraße soll das neue Baugebiet „Bonlanden“ entstehen.⇥ Foto: Michaela Glemser

Die Sersheimer Gemeinderäte beschließen den Vorentwurf zum neuen Baugebiet „Bonlanden“ zwischen Goethe- und Talstraße.

Lange wurde darüber diskutiert und beraten, jetzt nimmt das neue Baugebiet „Bonlanden“ auf einer Freifläche zwischen der Goethe- und der Talstraße immer mehr Gestalt an. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Sersheimer Gemeinderäte einen Entwurf des entsprechenden Bebauungsplans „Goethestraße, 3. Änderung Bereich Bonlanden“ beschlossen, der nun frühzeitig ausgelegt werden soll.

Etwa 75 Wohneinheiten

Der zuständige Planer Andreas Tiefau eines Ludwigsburger Büros erläuterte in der Ratssitzung noch einmal die bisher angedachten Details des neuen Baugebiets mit rund 75 Wohneinheiten. So soll die Erschließungsstraße, die von der Industriestraße abzweigt und in einer Wendeplatte im Osten des Baugebiets endet, mit einem einseitigen Gehweg versehen werden.

Von der Wendeplatte soll eine verkehrsberuhigte Einbahnstraße hinunter zur Talstraße führen, wobei lediglich Müllfahrzeuge diese Straße nutzen sollen. „Wir werden die Geh- und Radwegeverbindung von Norden nach Süden, von der Talstraße zur Goethestraße, aufnehmen und wieder herstellen.

Öffentliche Stellplätze

Unter anderem soll es an der Wendeplatte öffentliche Stellplätze geben. Auch entlang der Erschließungsstraße sind Längsparkplätze möglich. „Allerdings wollen wir diese erst genau festlegen, wenn wir wissen, wo sich genau die unterschiedlichen Grundstückszufahrten befinden“, sagte Planer Tiefau. Änderungswünsche gab es bei den geplanten Mehrfamilienhäusern, die Tiefau gerne auf zehn Meter Gebäudehöhe angehoben hätte, um bei zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss auch eine ausreichende Nutzung des Wohnraums unter dem Dach möglich zu machen.

Gebäudehöhe begrenzt

Gemeinderat Gerd Langer plädierte aber mit einer Ratsmehrheit dafür, die maximale Gebäudehöhe bei neun Metern zu belassen. Neben den Mehrfamilienhäusern sollen vor allem Einfamilienheime und Doppelhäuser errichtet werden. Ausgewählte Gewerbenutzungen wollten die Ratsmitglieder in diesen Gebäuden nicht zu lassen. „Wenn die Nachfrage da ist, müssen wir dies im Einzelfall gegebenenfalls über Befreiungen regeln“, erläuterte der Sersheimer Bürgermeister Jürgen Scholz. Gemeinderatsmitglied Roland Stöbe machte sich dafür stark, dass für die neuen Wohneinheiten ein Anschluss- und Nutzungszwang für die örtliche Nahwärmeversorgung gelten solle. Diesem Wunsch kam Rathauschef Scholz gerne nach. Dies soll in einer eigenen Satzung festgelegt werden.

Grünzug als Parklandschaft

Zwischen der Wohnbebauung und der Talstraße wird ein Grünzug als Parklandschaft geschaffen, durch die der Aischbach fließen soll, der an dieser Stelle eigens wieder offen gelegt wird. Neben einem Bolzplatz, einem Wasserspiel- und Kinderspielbereich sowie einem Fitnessareal mit Geräten für alle Generationen soll auch ein Bouleplatz geschaffen werden.

Die Kosten für das neue Baugebiet „Bonlanden“ mit dem angehängten Grünzug bezifferte der Planer auf rund 1,9 Millionen Euro. Bei der öffentlichen Auslegung des Planentwurfs können sich nun Bürger, Behördenvertreter und Träger öffentlicher Belange zur angedachten Wohnbebauung äußern.

 
 
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