Neues Erholungsgebiet in Besigheim Enzpark steht vor der Eröffnung

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Bald soll der Enzpark in Besigheim wieder von Leuten bevölkert werden. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

Noch versperren Metallzäune den Zugang. Materialknappheit und Wetter verzögern die Fertigstellung.

Vor der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag traf sich der Ausschuss für Umwelt und Technik am neuen Parkhaus am Enzpark, um sich über den Fortgang der Arbeiten zu informieren. Auf den ersten Blick sieht hier alles fast fertig aus. Der Mühlenplatz an der Enz ist hergestellt, die Wege wurden asphaltiert, die Lampenmasten stehen und Spielgeräte, wie Kletterspinne, Schaukeln oder Rutschen, sind einsatzbereit. Die „Baustelle des Jahres“, wie sie Bürgermeister Steffen Bühler nannte, kommt aber wegen fehlender Teile nicht zum Abschluss.

Noch rund 100 Meter fehlen am westlichen Fußweg zum Parkhaus, entgegen der früheren Zusagen der ausführenden Firma. Nun stehe die Fertigstellung des Weges in dieser Woche im Raum, stellte Stadtbaumeister Andreas Janssen fest, der wie Bühler verärgert über die Situation ist. Metallbügel für die Bänke fehlen oder können nicht montiert werden, weil die Schrauben dafür fehlen. Die Holzplattform als Sitzgelegenheit unter dem großen Baum am Spielplatz konnte noch nicht geliefert werden, nur drei Arbeiter waren am Dienstagmorgen auf der Baustelle. Sand- und Kieshügel liegen noch am Spielplatz und am Weg, um verteilt zu werden. Und der eingesäte Rasen am Mühlensteg wächst nicht, weil der viele Regen alles verklumpt.

Nur noch Details

„Es fehlt nur noch an einigen Details“, so Janssen. Doch noch sei der Enzpark an manchen Stellen zu gefährlich, um ihn für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein Schacht mit zwei Metern Tiefe sei zu gefährlich, sodass er bereits über eine Security nachdenkt, die die Baustelle sichert. Er hat die Zusage, dass es in diese Woche weitergeht, sodass am 22. September die TÜV-Abnahme und danach Eröffnung stattfinden könne.

Schwächelnde Bäume fielen dem Ausschuss ebenso auf wie Roststellen auf dem Brückenbelag, die auf erzhaltige Steinchen bei der Einstreuung zurückzuführen sind. Edgar Braune (WIR) bemängelte den starken Bewuchs unter dem Schattenbaum am Spielplatz, der mit der kommenden Holzplattform kaum in den Griff zu bekommen sei. Den Bauzeitenplan wie die Baumaßnahmen kritisierte Ulrich Gerstetter von der CDU-Fraktion als „Desaster“. „Das können wir nicht akzeptieren die ganze Zeit“, so der Rat.

Bürgermeister Bühler verwies auf die überlasteten Firmen, bei denen Mitarbeiter aus Osteuropa seit eineinhalb Jahren keinen Urlaub hatten und wollte den Begriff „Desaster“ so nicht stehen lassen. Man habe hier keinen wirtschaftlichen Schaden sondern lediglich zwei Monate Verzicht auf den Spielplatz, alles liege noch im kalkulierten Rahmen. Hier statt einer zwei Firmen mit der Ausführung zu beauftragen „war nicht optimal“, so der Rathauschef. „Den Wetter- und Lieferkettenfaktor können wir nicht wegdiskutieren“, machte Stadtbaumeister Janssen deutlich. An die beschädigten Bäume am Mühlensteg, die auch FWV-Rat Walter Zeyhle auffielen, komme man nicht heran, weil sie auf einer Fläche liegen, für die das Landratsamts zuständig sei.

Kameras könnten hier später für mehr Sicherheit sorgen und Vandalismus verhindern, schlug Edgar Braune mit Blick auf den Spielplatz und das Parkhaus vor. Dafür gibt es aber nach wie vor hohe rechtliche Hürden im Datenschutz, der Kameras an öffentlichen Plätzen verhindert. Am 22. September sei der Radweg durchweg befahrbar und der Mühlenplatz benutzbar, blickte Janssen auf eine mögliche Eröffnung, die alle herbeisehnen.

 
 
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