OB Kessing verpflichtet Start in dritte Amtszeit

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Oberbürgermeister Jürgen Kessing wurde für eine erneute Amtszeit von seinem ehrenamtlichen Stellvertreter Claus Stöckle (links) verpflichtet. Seine Amtskette durfte er anschließend anlegen. Foto: Martin Kalb

In der Sitzung des Bietigheim-Bissinger Gemeinderats am Dienstagabend wurde der wiedergewählte Oberbürgermeister Jürgen Kessing offiziell verpflichtet.

Nach seiner Wiederwahl im März wurde Oberbürgermeister Jürgen Kessing am Dienstagabend für seine dritte Amtszeit im Gemeinderat verpflichtet. Aufgrund der Corona-Krise war dabei einiges anders als in normalen Zeiten: Es gab keine Sondersitzung, und auch eine festliche Umrahmung mit Musik entfiel. Stattdessen fand die Verpflichtung im Rahmen einer regulären Sitzung des Gemeinderats statt, der aus Gründen des Infektionsschutzes wiederum im Kronenzentrum tagte.

Die Abnahme des Amtseids nahm Stadtrat Claus Stöckle (CDU) als erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Rathauschefs vor. Auf den üblichen Handschlag zum Amtsbeginn verzichtete man. Auch in Stöckles Rede spielte das Thema Corona die zentrale Rolle. Gerade jetzt brauche man „lokale Führungspersönlichkeiten wie Sie“, sagte er zum wiedergewählten Oberbürgermeister. Anstehende Aufgaben seien unter anderem der Wohnungsbau, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder die Pläne fürs Mettertal. „Eine Krise ist immer auch eine Chance“, meinte Stöckle. Kessing solle diese nutzen.

Auch der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer ging in seiner Ansprache auf die aktuelle Krise ein. Er warnte vor „einer lähmenden Stimmung“. Kessing wünschte er viel Glück in der neuen Amtsperiode. Die Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium sei bisher schon sehr gut gewesen, so Reimer. Was die jüngste Diskussion um Städtebaufördermittel betrifft, wies er darauf hin, dass Kessing „ein guter Kunde“ gewesen sei, der für seine Stadt viele Mittel des Landes akquiriert habe.

Kessing war am 8. März als OB mit 54,7 Prozent der Stimmen bestätigt worden. „Sie werden mich aushalten, und ich halte Sie aus – und gemeinsam machen wir das Beste für unsere Stadt“, erklärte er zum Start in die neue Amtszeit im Gremium.

 
 
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