Oberligist schlägt FV Lörrach-Brombach 2:1 FSV 08 quält sich zum Sieg

Von Sebastian Klaus
FSV-Talent Daniel Frimpong (rechts) erzielte kurz nach seiner Einwechslung das zweite Tor für die Nullachter gegen Lörrach und seinen zweiten Treffer im Seniorenbereich insgesamt. ⇥ Foto: Avanti

Der Oberligist aus Bietigheim-Bissingen besiegt den designierten Absteiger FV Lörrach-Brombach in einem zähen Spiel mit 2:1.

Eigentlich kann sich der FSV 08 Bissingen glücklich schätzen, dass am Montagnachmittag lediglich dürftige 172 Zuschauer ihren Weg an den Bruchwald fanden. So bleibt zumindest den nicht anwesenden FSV-Fans die 6:0-Gala aus dem vorletzten Heimspiel in Erinnerung und nicht die maue Darbietung beim 2:1-Zittersieg über das abgeschlagene Schlusslicht FV Lörrach-Brombach.

Denn was die Zuschauer am Ostermontag bei fast schon sommerlichen Temperaturen zu sehen bekamen, war ein Oberligaspiel ohne Oberliga-Niveau. Zwar hatte Abwehrrecke Anil Sarak per Kopf für die erhoffte frühe Führung der Nullachter gesorgt (14.), Sicherheit in ihrem Spiel fanden die noch immer abstiegsgefährdeten Hausherren deshalb aber noch lange nicht. Stattdessen signalisierte der FSV dem designierten Absteiger mit einer laschen Zweikampfführung und zahlreichen Fehlpässen im Aufbauspiel, dass an diesem Tag möglicherweise zu den bisher erst elf erbeuteten Pünktchen doch noch welche hinzukommen könnten.

Punkte fest eingeplant

„Der Sieg war unglaublich wichtig, egal wie er zustande gekommen ist, denn wir werden noch Punkte benötigen. Und diese Punkte waren fest eingeplant“, erklärte 08-Coach Markus Lang nach der Partie mit Blick auf das schwere Restprogramm. „Ich hätte mir gewünscht, wir hätten das Spiel dominanter nach Hause gebracht und nicht wieder bis zur letzten Aktion zittern müssen. Das ist schade“, sagt Lang über die zweite Hälfte, in der zunächst der zur Halbzeit eingewechselte A-Junior Daniel Frimpong einen Abpraller zu seinem zweiten Saisontor verwerten konnte (56.), bevor der sechs Minuten zuvor ebenfalls eingewechselte Witali Semenschuk nach einer Unsicherheit von FSV-Torhüter Henning Bortel für die Gäste von der Schweizer Grenze doch noch den Anschlusstreffer hergestellt hatte (65.). Fünf Minuten später hätte Lörrach sogar bei einer Doppelchance den Ausgleich herstellen können. Doch zunächst traf Torschütze Semenschuk bei einem Konter vor Bortel den Ball nicht richtig und wenige Sekunden später war der FSV-Schlussmann beim Schuss von Johannes Binkert auf dem Posten.

Doch auch der FSV hatte Gelegenheiten, den immer mehr aufmuckenden Gästen mit einem eigenen Treffer den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nachdem Filimon Gerezgiher seinen Schuss neben das Lörracher Gehäuse gesetzt hatte (73.), übersah Ibish Sejdijaj bei einem Konter der Hausherren die völlig blanken Alexander Götz und Frimpong (75.). Kurz darauf schob Gerezgiher einen Schuss von der Strafraumkante nach Vorlage von Götz knapp am rechten Pfosten vorbei (78.). Mit Gefühl versuchte es der 21-Jährige dann noch einmal in der Nachspielzeit aus 40 Metern, doch sein Heber über Lörrachs Torhüter Dominik Lüchinger hinweg verfehlte knapp das Ziel.  „Wir haben uns das anders vorgestellt. Wir wollten sie in der eigenen Hälfte einschnüren und durch hohes Pressing zu Fehlern zwingen, doch dafür fehlte uns das nötige Tempo“, so Lang, der außerdem fehlende Kreativität im letzten Drittel bemängelte. Auch über seine Ansprache ans Team nach der Partie gab Lang Auskunft: „In unserer Phase ist es schwierig, die Jungs noch mit Kritik zu konfrontieren. Dafür sind wir einfach noch nicht gefestigt genug. Deshalb muss ich da mit der Analyse etwas sachlicher umgehen. Deshalb überwiegt jetzt die Freude über die drei Punkte, auch nach einem schwachen Spiel.“

 
 
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