Oberriexingen Brücke wird bald wieder freigegeben

Von Michael Banholzer
Auf der Oberriexinger Enzbrücke laufen derzeiit die letzten Arbeiten. Bald soll die Straße freigegeben werden. Foto: /Albert Arning

Die Sanierung der maroden Enzquerung endet. In der Hauptstraße wartet perspektivisch schon die nächste Großbaustelle. Bis dahin wird es aber noch eine Weile dauern.

Seit vier Monaten müssen die Einwohnerinnen und Einwohner von Oberriexingen mit einer großen Einschränkung leben: Weil die Enzbrücke für eine umfassende Sanierung gesperrt ist, gehören lange Umwege für viele zum Alltag. Doch es ist bereits Licht am sprichwörtlichen Ende des Tunnels zu sehen. Laut dem zuständigen Ludwigsburger Landratsamt ist mit einer Öffnung der Brücke und der Kreisstraße 1683 für den Verkehr am Freitag nächster Woche, also am 16. August, zu rechnen.

Sanierung schneller abgeschlossen

Damit ist die Brückensanierung sogar noch etwas schneller abgeschlossen als ursprünglich geplant. Zunächst war das Ende der Sommerferien angepeilt worden. „Wir sind natürlich froh, dass es schneller ging“, zeigt sich der stellvertretende Oberriexinger Bürgermeister Erich Bannert erleichtert. Die Sperrung sei ein Umstand gewesen, „der nicht erfreulich war“. Das galt vor allem für die Gewerbetreibenden in der Ortsdurchfahrt, deren Umsätze unter der fehlenden Kundenfrequenz litten. Aber er sei erleichtert, dass die Sanierung nun bald beendet und das Bauwerk fit für die nächsten 40 oder 50 Jahre sei, so Bannert.

Die Mängelliste der Brücke war lang: Der Belag von Straße und Gehweg war schadhaft, ebenso Bordsteine und Geländer über die gesamte Länge und auch die Abdichtungen waren in keinem guten Zustand mehr. Zudem platzte an vielen Stellen der Beton ab. Entsprechend schlechte Noten erhielt die Brücke bei der jüngsten Hauptprüfung. Von Anfang April an war die Brücke gesperrt.

Staus während der Bauzeit

Der Verkehr wurde über Unterriexingen umgeleitet. „Besonders zu den Hauptverkehrszeiten gab es erwartungsgemäß immer wieder auch längere Wartezeiten in Unterriexingen, die nicht vermeidbar waren“, teilt Landratsamtssprecher Dr. Andreas Fritz auf Nachfrage mit. Mit einer provisorischen Ampelanlage an der Kreuzung Hauptstraße und Großsachsenheimer Straße habe der Verkehr „gut geregelt und noch größere Behinderungen verhindert“ werden können. „Seit den Sommerferien läuft der Verkehr sehr entspannt.“ Gerüchten, dass es ein Problem mit dem Geländer gegeben habe, widerspricht Fritz.

Sanierung kostet 800.000 Euro

Das sei nicht der Fall gewesen und somit seien auch keine zusätzlichen Kosten entstanden. Insgesamt soll die Sanierung den Kreis rund 800.000 Euro kosten.

Auf Oberriexingen wird in den nächsten Jahren erneut eine Großbaustelle zukommen: In der Hauptstraße muss der Abwasserkanal erneuert werden.

„Engpässe beseitigen“

Da gebe es zwischen Brücke und der Sachsenheimer Straße einige Engpässe zu beseitigen, erklärt Erich Bannert. Es sei sogar einmal überlegt worden, die Arbeiten gleich parallel zur Brückensanierung auszuführen. Doch es wurde entschieden, das Vorhaben noch aufzuschieben. Denn es gebe noch zu viele Unwägbarkeiten hinsichtlich Wärmeplanung und Starkregenkonzept. Erst müsse man wissen, wie viele Anlieger an Fernwärme angeschlossen werden wollen, bevor man die Rohre verlege.

Verkehrskonzepte diskutieren

Zudem gebe es für die enge Hauptstraße Verkehrskonzepte zu debattieren: etwa eine Einbahnregelung, bei der die Gegenrichtung über die Wernerstraße bedient werden könnte; oder der vielfach geäußerte Wunsch nach Fußgängerüberwegen. Bei der Erörterung dieser Fragen werde auf jeden Fall auch die Bevölkerung beteiligt, betont Bannert. Und nicht zuletzt tritt in den nächsten Wochen auch Ron Keller sein Amt als neuer Bürgermeister der Stadt an. Dieser bringe als Auswärtiger ja vielleicht auch noch einmal einen neuen Blickwinkel ein. Dem solle daher auch nicht vorgegriffen werden. 

 
 
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