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Oberriexingen Einzelhandel steht im Fokus
Gemeinderat leitet vorbereitende Untersuchungen für das rund elf Hektar große innerstädtische Quartier „Stadtkern III“ ein.
ie Kelter wurde saniert und barrierefrei gestaltet, die Obere Gasse und die Zwingerstraße haben ihre Optik verändert und insgesamt wurden weit über 30 Wohneinheiten geschaffen: Das Sanierungsgebiet „Stadtkern II“ im Herzen der Römerstadt war ein voller Erfolg. Insgesamt wurden seit dem Jahr 2002 in dieses Areal rund 8,5 Millionen Euro investiert, wobei über vier Millionen Euro an Städtebaufördermitteln generiert werden konnten.
Zum 31. Dezember 2024 ist der Bewilligungszeitraum für die Sanierungsmaßnahme „Stadtkern II“ ausgelaufen, und in der jüngsten Oberriexinger Gemeinderatssitzung haben die verantwortlichen Fachkräfte der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH, Jasmin Kizler und Hannes Böhringer, nochmals die Schlussrechnung und die wesentlichen Vorhaben des Erneuerungsareals um die Zwingerstraße, die Obere Gasse und die Kronengasse sowie eines Teilabschnitts der Hauptstraße präsentiert.
Mehr Aufenthaltsqualität
Ziele waren es, eine neue Ortsmitte mit mehr Aufenthalts- und Erlebnisqualität zu schaffen, die örtliche Identität zu stärken, das historische Gebäude der Kelter zu modernisieren, die Wohnfunktion in der Ortsmitte zu fördern und Straßenbereiche neu zu ordnen und zu gestalten. Dabei wurden kommunale und private Vorhaben realisiert.
Auch die Gestaltung der Freiflächen am Backhaus und die Errichtung der Treppenanlage im Ortszentrum waren Bestandteile der umfassenden Sanierungsvorhaben, deren Satzung die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung offiziell aufgehoben haben. Doch damit sind die Erneuerungsmaßnahmen in Oberriexingen noch lange nicht beendet, denn die Planungen und Vorbereitungen für ein neues Sanierungsgebiet „Stadtkern III“ laufen bereits. Entlang der Hauptstraße und der Sachsenheimer Straße bis hinunter zur Enz sollen städtebauliche Missstände beseitigt werden.
Gesamtörtliches Konzept
Schon im vergangenen Jahr haben die Vertreter der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH dafür ein gesamtörtliches Entwicklungskonzept erarbeitet und daran in einer umfassenden Befragung auch die Bürger beteiligt. Die Gemeinderäte haben in einer Klausursitzung im Juli 2025 über das neue Sanierungsgebiet „Stadtkern III“ beraten, und im November hat ein Gespräch im Regierungspräsidium Stuttgart über die Aufnahme des beabsichtigten Erneuerungsareals in das Landessanierungsprogramm stattgefunden. Mit einer Entscheidung über den Antrag der Stadt Oberriexingen wird im Februar dieses Jahres gerechnet.
Vorbereitende Untersuchungen
Doch unabhängig davon, ob der Förderantrag in diesem oder vielleicht erst im kommenden Jahr bewilligt werden wird, sollen die vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet „Stadtkern III“ schon begonnen werden. Diesem Verfahren haben die Oberriexinger Gemeinderäte zugestimmt. Am 3. März dieses Jahres sollen auch die Bürger der Römerstadt umfassend über das rund 11,2 Hektar große Erneuerungsgebiet informiert werden. Zudem soll die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer, Mieter, Pächter und Gewerbetreibenden bei den Sanierungen abgefragt werden. Unter anderem soll in diesem Teilbereich Oberriexingens der Wohnraum aufgewertet und neue Wohneinheiten geschaffen werden. Weiterhin steht die Neugestaltung der öffentlichen Aufenthaltsflächen an.
Die im Sanierungsgebiet ansässigen Einzelhändler und Dienstleister sollen gestärkt, der Fahrradverkehr aus der Altstadt direkt an die Enz verlagert und die Verkehrssicherheit entlang der Hauptstraße mit Geschwindigkeitsreduzierungen oder Querungshilfen erhöht werden. Auch der Bereich der Krautgärten sowie das ehemalige Intek-Gelände sind im Sanierungsgebiet enthalten. Im Zuge der vorbereitenden Untersuchungen wird der Bestand der vorhandenen Gebäude erhoben, die Träger öffentlicher Belange werden beteiligt, alle Eigentümer befragt und mögliche Kosten ermittelt.
