Oberriexingen Keine neuen Erkenntnisse über den Brand

Von Markus Wirth
Beim Großbrand auf dem Lindenhof entstand am Mittwoch ein Sachschaden von mehreren Millionen Euro. Foto: /Martin Kalb

Vom Einsatz auf dem Hof gibt es keine aktuellen Informationen, die Ermittlungen dauern an.

 Über den verheerenden Großbrand auf dem Lindenhof bei Oberriexingen, bei dem am Mittwoch mehr als 60 Rinder in den Flammen umkamen und neben dem Stall auch zwei Scheunen niederbrannten sowie ein Teil des Fuhrparks vernichtet wurde, gibt es aktuell keine neuen Erkenntnisse, wie die BZ auf Anfrage beim Polizeipräsidium Ludwigsburg erfuhr.

Brandermittlung braucht Zeit

„Bei solchen komplexen Unglücken muss die Brandermittlung unzähligen Spuren nachgehen, dies ist immens arbeits- und zeitintensiv, sodass an aktualisierte Informationen über den Großbrand nicht vor Ende kommender Woche zu denken ist“, so Polizeisprecherin Victoria Zahler.

Markus Müller, der stellvertretende Kommandant der Oberriexinger Feuerwehr, teilt mit, dass es keine neuen Informationen oder Erkenntnisse gebe: „Aus feuerwehrtechnischer Sicht ist die Situation seit Mittwoch unverändert, der Großeinsatz ist für uns abgeschlossen.“

Kreisbrandmeister Andy Dorroch schildert den Mittwoch nochmals aus seiner Sicht und betont, dass das Feuer eine sehr große Herausforderung für alle Beteiligten dargestellt habe. Zum einen habe sich die Einsatzstelle auf über 100 Meter Länge erstreckt und sei in Vollbrand gestanden. „Zum anderen konnte aufgrund der Hitze ein unmittelbar am Gebäude stehender Hydrant nicht genutzt werden. Es musste Löschwasser durch eine Schlauchleitung aus dem Ortsgebiet herbeigeführt werden“, so Dorroch weiter. Eine weitere Löschwasserversorgung sei aus einem See erfolgt. Zuletzt habe man zusätzlich auf das Löschwasser aller vier Abrollbehälter des Landkreises zurückgegriffen. „In letzter Minute konnten die beiden angrenzenden Wohnhäuser vor den Flammen geschützt werden“, sagt der Kreisbrandmeister.– und zwar durch einen sehr konsequenten Löschangriff, welcher nach dem Verlegen der Schlauchleitungen aus dem Ortsgebiet spürbare Wirkung gezeigt habe.

„Ich persönlich bin nach wie vor sehr betroffen von diesem außergewöhnlich großen Brandereignis und dem damit verbundenen Schaden für die Betreiber des Hofes“. Gleichzeitig sei er aber auch sehr froh und dankbar, dass durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehr zumindest die beiden Wohnhäuser gerettet werden konnten. Bei Einsätzen in dieser Größe und Ausprägung gehöre viel Engagement und Tatkraft für einen erfolgreichen Einsatz, „und dieses Engagement und den unbedingten Willen konnte ich bei den eingesetzten Einsatzkräften spüren, welche zum Teil in sehr heiklen Situationen arbeiten mussten.“ Aus diesem Grund falle sein Fazit trotz des immensen Schadens positiv aus: „Wir haben das gerettet, was noch zu retten war, nämlich die beiden Wohnhäuser. Und es kam kein Menschenleben zu Schaden.“

Bei all dem Unglück gibt es auch Erfreuliches zu berichten, denn wenige Stunden nach dem Unglück hatte Kathrin Wolf über „GoFundMe“ eine Spendenaktion gestartet, deren Erlös der Familie Schmid zugute kommen soll.

Eine Stadt zeigt sich solidarisch

„Viele kamen bereits viele zu mir und haben gefragt, wie man der Familie helfen kann. So kam ich auf die Idee, diesen Fonds zu starten“, lässt sich die Oberriexingerin zitieren. Auch wenn es das seelische Leid der Familie Schmid nicht lindern könne, so sei es zumindest eine kleine Unterstützung, sagt Wolf.

Im Endeffekt sollten 22.000 Euro zusammenkommen, aktuell seien schon über 18.000 Euro gesammelt worden.

 
 
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