Oberriexingen Langfinger greifen auch im vergangenen Jahr verstärkt zu

Von Michaela Glemser
Lange Finger: Gerade bei Diebstählen – unser Symbolbild stellt den Diebstahl einer Jacke nach – lag in der Oberriexinger Kriminalstatistik einer der Schwerpunkte.   Foto: /Helmut Pangerl

Polizeihauptkommissar Jens Schindler stellte dem Gemeinderatsgremium die Zahlen der Kriminalstatistik 2024 vor.

Die Zahl der registrierten Straftaten in der Römerstadt hat sich im vergangenen Jahr wieder deutlich erhöht. Insgesamt 63 Delikte haben Polizeihauptkommissar Jens Schindler vom zuständigen Polizeiposten Markgröningen und seine Kollegen im Jahr 2024 in Oberriexingen registriert. Im Jahr 2023 waren es nur 34, nachdem zuvor im Jahr 2022 die Anzahl der Straftaten mit insgesamt 60 ebenfalls auf einem Niveau wie 2024 lag.

Zugenommen haben dabei vor allem die Vergehen wegen Betrugs von einem auf zehn Fälle 2024 sowie damit insgesamt die Vermögens- und Fälschungsdelikte, die sich von drei Fällen 2023 auf elf Fälle 2024 gesteigert haben.

Schwerpunkt bei Diebstählen

Der Schwerpunkt der Straftaten in der Römerstadt lag allerdings im vergangenen Jahr bei den Diebstahlsdelikten mit insgesamt einem Anteil von 39 Prozent an den Gesamtstraftaten in der Römerstadt. Merklich erhöht haben sich dabei die Diebstahlsvergehen ohne erschwerende Umstände von drei Fällen im Jahr 2023 auf 19 Fälle im Jahr 2024. Gesunken sind dagegen die Straftaten beim Diebstahl mit erschwerenden Umständen von fünf Delikten auf nur noch drei im Vorjahr.

Zu diesen erschwerenden Umständen zählen beispielsweise eine gewerbsmäßige Absicht oder der Einsatz von Waffen. Auch die Rohheitsdelikte hatten mit 25 Prozent einen vergleichsweise hohen Anteil an den Gesamtstraftaten in der Römerstadt im vergangenen Jahr. Die Sachbeschädigungen dagegen lagen bei elf Prozent und die Sexualstraftaten nur bei zwei Prozent.

So wurde nur eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Jahr 2024 polizeibekannt. Leicht zugenommen haben die Körperverletzungen von acht auf neun Fälle sowie die Straftaten mit Gewalt gegen Polizeibeamte, die bisher in Oberriexingen nicht zu verzeichnen waren, aber 2024 kamen zwei Straftaten in diesem Bereich zur Anzeige.

Bei den Sachbeschädigungen nahmen die Polizeibeamten in Oberriexingen im Vorjahr sechs Fälle auf, davon waren drei Delikte Sachbeschädigungen an Fahrzeugen. Bei den ermittelten Tatverdächtigen lag der Schwerpunkt bei Erwachsenen ab 21 Jahren.

Auch die Unfallzahlen steigen

Die Aufklärungsquote in Oberriexingen betrug im Jahr 2024 rund 58,7 Prozent und war damit niedriger als im zuständigen Polizeirevier Vaihingen mit 63,4 Prozent und im Landkreis Ludwigsburg mit 64,9 Prozent.

Mit den Zahlen der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2024 stellte Polizeihauptkommissar Schindler auch die Unfallzahlen im Gebiet der Römerstadt vor, die sich seit 2022 auf einem aufsteigenden Ast befinden und im vergangenen Jahr bei 21 polizeibekannten Fällen lagen, wobei außerorts vier und innerorts 17 Unfälle aufgenommen wurden.

Personenschaden trat nur mit leichten Verletzungen bei einem Fall davon auf. Unfallursachen waren beispielsweise in drei Fällen die Geschwindigkeit, oder in weiteren drei Fällen das Missachten der Vorfahrtsregelungen. Bei zehn Verkehrsunfällen kam es sogar zu Unfallfluchten.

Oberriexingens Bürgermeister Ron Keller bedankte sich bei Schindler für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei in den zurückliegenden Monaten.

 
 
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