Oberriexingen „Der TSV hat sich immer weiterentwickelt“

Von Michaela Glemser
Beim Festakt zum 125-jährigen Bestehen des TSV Oberriexingen (von links): Landrat Dietmar Allgaier, Vorsitzender Erich Bannert, Bürgermeister Ron Keller und Achim Schober, Vizepräsident des Turngaus Neckar-Enz Foto: /Oliver Bürkle

 Landrat Dietmar Allgaier lobte beim Festakt zum 125-jährigen Vereinsbestehen den gelebten Teamgeist im TSV Oberriexingen.

Sie unterstützen Woche für Woche den Trainings- und Spielbetrieb in den unterschiedlichen Vereinsabteilungen, sie sorgen dafür, dass sich bei Vereinsfesten alle wohlfühlen und motivieren vor allem die Kinder und Jugendlichen zu mehr Bewegung: Die über 1000 ehrenamtlichen Mitglieder im TSV Oberriexingen sind das Rückgrat und der Motor eines funktionierenden Vereinslebens, wie Landrat Dietmar Allgaier bei seiner Festrede bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen des TSV Oberriexingen betonte.

Allgaier bezeichnete den TSV Oberriexingen als einen Verein, der aus der Freude an der Bewegung Gemeinschaft entstehen lasse, bei der alle sich mit viel Energie und Herzblut engagierten und bereits seit 125 Jahren an einem Strang ziehen würden. Der Landrat erinnerte an die Anfänge des TSV im Jahr 1900, als sportbegeisterte Männer sich dem Turnen verschrieben und sich schon bald im ganz Gau einen guten Ruf erarbeitet hatten.

Nach den Kriegswirren kam im Jahr 1947 die Fußballabteilung dazu, und in den 50er-Jahren folgten die Tischtennisfreunde. Der TSV Oberriexingen wurde allmählich zum Mehrspartenverein und konnte im Jahr 1968 mit der Einweihung des zweiten Rasenplatzes einen weiteren Meilenstein in seiner Vereinshistorie feiern, bevor im Jahr 1986 schließlich die Sporthalle gebaut wurde, in welcher der Festakt zum Vereinsjubiläum stattfand.

Wurzeln nie verloren

„Der TSV hat sich im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Sport ist dabei das soziale Band, das die Menschen unabhängig von Alter und Herkunft miteinander verbindet“, lobte Landrat Allgaier. Er verwies darauf, dass der TSV Oberriexingen ein Verein sei, in dem die Menschen füreinander da seien und Werte vermittelt würden, welche die Gesellschaft heute so dringend brauche.

Urkunde für Erich Bannert

Auch Oberriexingens Bürgermeister Ron Keller stellte in seiner Rede klar, dass der TSV nicht nur sportliche Nachwuchstalente hervorbringe und fördere, sondern auch Heimat für viele ehrenamtliche Helfer sei, deren innere Verbundenheit die Gesellschaft zusammenhalte. Keller sprach auch stellvertretend für den Vorsitzenden des Landesportbundes Baden-Württemberg, Bürgermeister Jürgen Scholz aus Sersheim, der sich derzeit krankheitsbedingt erholt.

„Sport bedeutet heute mehr als nur in Bewegung zu bleiben. Sport lernt auch Respekt vor sich selbst und anderen sowie den richtigen Umgang mit Siegen und Niederlagen. Dabei leisten die Vereine einen ganz wichtigen Beitrag“, machte Keller deutlich. Er überreichte dem TSV-Vorsitzenden Erich Bannert die Ehrenurkunde des Landessportbundes in Anerkennung des langjährigen Wirkens des TSV Oberriexingen.

Ältestes Mitglied ist 97 Jahre alt

Der Vize-Präsident des Turngau Neckar-Enz, Achim Schober aus Besigheim, gratulierte ebenfalls zum Vereinsjubiläum wie auch der Erste Vorsitzende des Gesangvereins „Vulkania“, Axel Hohn, stellvertretend für alle Oberriexinger Vereine. TSV-Vorsitzender Erich Bannert zeigte sich stolz darauf, dass in seinen Vereinsreihen bereits seit Generationen das Motto gelte „Einmal TSV, immer TSV“ und begrüßte in diesem Zusammenhang mit Rudolf Müller mit 97 Jahren das älteste Mitglied und mit der kleinen Laura mit vier Monaten das jüngste.

Wunsch nach betreutem Wohnen

Bannert wünschte sich für die Zukunft neben dem lebendigen Fortbestand seines Vereins auch einen Spielplatz für die ältere Generation in der Stadt sowie die Einrichtung eines betreuten Wohnens, bei dem sich auch die Ehrenamtlichen des TSV einbringen und engagieren wollen, und die Erstellung eines Kunstrasenplatzes oder eines überdachten Kleinspielfelds. Im Rahmenprogramm der Jubiläumsfeier zeigten die Nachwuchssportler des TSV ebenso ihr Können wie die Gymnastikabteilung des Patenvereins TV Sersheim, die Rope-Skipping-Sportlerinnen aus Enzweihingen sowie die Karate-Abteilung des TSV Oberriexingen.

 
 
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