Oberriexingen Unfallzahlen steigen 2025 an

Von Michaela Glemser
Zwar hat sich die Zahl der polizeibekannten Straftaten auf insgesamt 68 Delikte gegenüber dem Vorjahr mit 63 Vergehen etwas erhöht, aber die Häufigkeitsziffer ist, laut Polizeioberkommissar Thorsten Schmidt, unauffällig. Foto: /Oliver Bürkle

Polizeioberkommissar Thorsten Schmidt stellt im Gemeinderat Oberriexingen eine Statistik der Delikte und Unfälle im vergangen Jahr vor.

Die Römerstadt zeigt bei den Zahlen ihrer Kriminalstatistik für das vergangene Jahr 2025 keine Auffälligkeiten. Dies konnte der neue Leiter des zuständigen Polizeipostens in Markgröningen, Polizeioberkommissar Thorsten Schmidt, in der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilen. Zwar hat sich die Zahl der polizeibekannten Straftaten auf insgesamt 68 Delikte gegenüber dem Vorjahr mit 63 Vergehen etwas erhöht, aber die Häufigkeitsziffer ist, laut Schmidt, unauffällig.

Schwerpunkt: Rohheitsdelikte

Rohheitsdelikte bilden mit einem Anteil von 29 Prozent den Schwerpunkt in der Römerstadt, dicht gefolgt von den Diebstahlsvergehen mit 25 Prozent. Sexualstraftaten mit sechs Prozent und Vermögens- und Fälschungsdelikte mit acht Prozent spielten in der Kriminalstatistik 2025 für die Römerstadt eine eher untergeordnete Rolle. „Bei näherer Betrachtung der einzelnen Straftaten fällt bei den Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung eine Zunahme von einem auf vier polizeibekannte Fälle vom Jahr 2024 zu 2025 auf“, machte Schmidt deutlich. Allerdings ergänzte er, dass Straftaten in diesem Bereich von ganz unterschiedlicher Art sein können.

Weniger Körperverletzungen

Einen Rückgang gab es bei den Körperverletzungen von neun auf fünf Fälle, wobei die Polizei keine gefährliche oder schwere Körperverletzung verfolgen musste. Nur in einem einzigen Fall kam es in Oberriexingen im vergangenen Jahr zur Gewalt gegenüber Polizeibeamten. „Oberriexingen ist daher auch für die Polizei ein sicheres Pflaster“, stellte der Leiter des zuständigen Polizeipostens klar.

Deutlich entspannt hat sich die Situation bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten, die sich im vergangenen Jahr um sechs Fälle auf nur noch fünf Delikte in der Römerstadt reduzierten. Dabei sanken vor allem die Betrugsvorfälle von zehn Fälle 2024 auf lediglich drei im vergangenen Jahr. Um einen Fall gesteigert haben sich die Sachbeschädigungen auf insgesamt sieben polizeibekannte Vergehen in diesem Bereich, wobei nur zwei dieser Delikte an Kraftfahrzeugen verübt wurden.

Rückgang von Diebstählen

Dagegen hat sich die Anzahl der Diebstahlsfälle um sechs Fälle auf insgesamt 16 im vergangenen Jahr gesenkt. Allein die Zahl der Diebstahlsdelikte ohne erschwerende Umstände haben sich von 19 auf 12 Fälle gemindert. Nach oben zeigte jedoch die Zahl bei den Wohnungseinbrüchen, die sich um zwei Fälle auf drei Delikte erhöhte. Diebstähle aus Kraftfahrzeugen oder von Fahrrädern konnte die Polizei im vergangenen Jahr in Oberriexingen nicht feststellen.

Aufklärungsquote: 64,7 Prozent

Von den ermittelten 41 Tatverdächtigen waren 31 Erwachsene, drei Heranwachsende, vier Jugendliche und drei Kinder. 13 von diesen Tatverdächtigen hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Aufklärungsquote lag bei 64,7 Prozent. Im gesamten Polizeirevier Vaihingen betrug dieser Wert 65,8 Prozent.

Bei der Verkehrsunfallstatistik für Oberriexingen gestalteten sich die Zahlen für 2025 etwas anders, denn die Unfallzahlen steigerten sich von 21 auf 35. „Es gab jedoch an keiner Stelle mehr als fünf Unfälle im vergangenen Jahr. Erst dann sprechen wir von einem Unfallschwerpunkt“, schränkte Polizeioberkommissar Schmidt ein. 28 Unfälle gab es im Stadtgebiet und sieben außerhalb.

19 Unfallfluchten

In 26 Fällen ereignete sich Sachschaden, in neun Fällen kam es zu leichtverletzten und in einem Fall zu einer schwer verletzten Person. Die Unfallursachen reichten von Vorfahrtsverstößen in vier Fällen, über Missachtung der zulässigen Geschwindigkeit in drei Fällen bis zu missglückten Wendemanövern und Rückwärtsrangieren in zwei Fällen. 19 Unfallfluchten musste die Polizei 2025 im und unmittelbar um das Stadtgebiet Oberriexingen aufnehmen.

Auf Nachfrage erklärte Postenleiter Schmidt, dass zu Beginn dieses Jahres 2026 drei Sachbeschädigungen mit Graffiti in Oberriexingen bei der Polizei angezeigt wurden, aber seit dieser Zeit sei es zu keinen Vorfällen mehr gekommen. „Wir raten in solchen Fällen immer, Graffitis möglichst schnell zu entfernen, damit nichts Neues mehr hinzukommt.“

 
 
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