Olymp Bietigheim-Bissingen Von kleinen Anfängen zum Marktführer

Von bz
Die Olymp-Firmenzentrale in Bietigheim-Bissingen. Foto:  

Das Bietigheimer Familienunternehmen Olymp blickt in diesem Jahr auf sein 75-jähriges Bestehen zurück.

Die Olymp Bezner KG in Bietigheim-Bissingen kann in diesem Jahr ihr 75-jähriges Firmenjubiläum feiern. Drei Generationen haben das Unternehmen von kleinen Anfängen zur international anerkannten Modemarke mit zuletzt rund 200 Millionen Euro Umsatz entwickelt.

Gründung 1951

Begonnen hat laut einer Unternehmensmitteilung alles in einer Waschküche in Bietigheim. Dort begann der Textilunternehmer und Firmengründer Eugen Bezner 1951 mit einer Handvoll Mitarbeiter mit der Produktion von Herrenoberhemden. Diese wurden zunächst noch aus vorhandenen Militärstoffen oder feinerer Fallschirmseide gefertigt. Eugen Bezners Bestreben sei es gewesen, ein in Qualität und Verarbeitung einzigartiges Herrenhemd zu fertigen, weshalb er für das Unternehmen den einprägsamen Markennamen „Olymp“ wählte. Angelehnt an das gleichnamige griechische Bergmassiv, das in der Mythologie als Sitz der Götter gilt, sei der Name von Beginn an sinnbildlich für den Anspruch gestanden, eine herausragende Position im Hemdenmarkt einzunehmen, so das Unternehmen.

Fertigung im Ausland

Durch den plötzlichen Tod von Eugen Bezner im Jahr 1960 wurde sein Sohn Eberhard (Jahrgang 1935) im Alter von nur 24 Jahren in die Verantwortung als Geschäftsführer für den mittelständischen Betrieb gestellt. Er erweiterte das Unternehmen regelmäßig und habe den Anstoß für die erfolgreiche Entwicklung der Marke Olymp in den folgenden Jahrzehnten gegeben, heißt es in der Mitteilung.

Eberhard Bezners wesentliche unternehmerische Leistung habe darin bestanden, die wachsenden Schwierigkeiten der heimischen Textilproduktion frühzeitig zu erkennen und dem Mangel an qualifizierten Produktionskräften angesichts annähernder Vollbeschäftigung durch sukzessive Verlagerung der Hemdenfertigung ins Ausland zu begegnen.

Dabei habe er von Anfang an auf enge und langjährige Partnerschaften mit wenigen sorgfältig ausgewählten Betrieben gesetzt, um das Qualitätsniveau zu sichern und zentrale Standards dauerhaft in der Lieferkette zu verankern.

Moderner und internationaler

Im Jahr 1990 trat Mark Bezner (Jahrgang 1963) ins Unternehmen ein, der das Modeunternehmen heute als geschäftsführender Gesellschafter in dritter Generation leitet. Unter seiner Führung wurde Olymp modernisiert, das Produktsortiment zielgerichtet erweitert und die Internationalisierung weiter vorangetrieben. Er sehe es als seine Verpflichtung an, „dieses wertvolle Familienerbe solide und verantwortungsvoll zu führen und eines Tages stärker an die nächste Generation zu übergeben, als ich es selbst übernommen habe“, so Mark Bezner. Seit 2024 ist Mark Bezners ältester Sohn Louis Geschäftsführer der Strickmarke Maerz in München, die Olymp 2010 übernommen hat.

Das Unternehmen ist heute nach eigenen Angaben nicht nur der Hemden-Marktführer in Deutschland, sondern zählt mit einer Marktpräsenz in über 40 Ländern auch zu den europaweit führenden Hemdenmarken. Zu den wichtigsten Absatzmärkten gehören Deutschland, die Niederlande, Österreich, die Schweiz, Belgien und Frankreich. Die Exportquote beträgt rund 35 Prozent.  bz

 
 
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