In diesem Sommer soll das Spielberger Bahnhöfle an seinem neuen Standort am Fontanisbrunnen eingeweiht werden. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung im Sachsenheimer Stadtteil konnte Gremiumsmitglied Gerhard Wenzelburger, der die Aufbauarbeiten des einstigen Buswartehäuschen federführend umgesetzt hatte, verkünden, dass inzwischen auch der Außenputz aufgebracht worden ist.
Ortschaftsrat Spielberger hoffen auf Unterstützung
Nicht alles, wie den Wiederaufbau des Bahnhöfles, kann der Stadtteil in Eigenleistung stemmen.
Dabei stand ihm ehrenamtlich Günther Lang aus Hohenhaslach zur Seite. „In zweieinhalb Tagen hatten wir die Arbeiten am Außenputz fertiggestellt. Jetzt fehlen nur noch die Maßnahmen an der Außenanlage. Das Gelände muss etwas begradigt werden und die Fundamente für die Sitzbänke und den Tisch erstellt werden“, so Wenzelburger. Zudem plant er Erdauffüllungen im hinteren Bereich des Geländes rund um das Bahnhöfle. Auch das Spielberger Wappen wird noch auf einer Wand des kleinen Gebäudes aufgebracht, das künftig als Rastplatz für Wanderer und Fahrradfahrer dienen soll.
„Wir wollen auch das alte Schild wieder instandsetzen und anbringen“, so Wenzelburger. Restauriert werden sollen ebenso die Holzschilder an den Ortseingängen von Spielberg, die auf den Weinort hinweisen. Dafür wollen die Ortschaftsräte einen Teil ihres Stadteilbudgets einsetzen und diese Aufgabe soll ein Steinmetz aus Ochsenbach übernehmen.
Arbeiten des Bauhofs müssen bezahlt werden
Ursprünglich hatten die Ortschaftsräte darauf gehofft, dass die Verantwortlichen der Stadt Sachsenheim diese Renovierung der Schilder finanzieren, allerdings war dieser Wunsch mit dem Hinweis auf das Stadtteilbudget zurückgewiesen worden. So ging es den Spielbergern auch bei der Aufstellung des neuen Kletterturms für den Spielplatz bei der Freizeitanlage. Der Kletterturm sollte teilweise aus dem Stadtteilbudget, teilweise mit einer Spende finanziert werden. Doch die fachgerechte Montage des Turms können die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs nicht ohne Kostenersatz durchführen. „Auch die Nachfrage bei Bauunternehmen hat Kosten von rund 15 000 Euro für die Montage und die Betonfundamente mit Fallschutz ergeben“, erklärte der stellvertretende Ortsvorsteher, Daniel Ott. Es sei eine Überlegung, eine Firma zu finden, die beim Aufbau in Eigenleistung unterstütze.
Freiwillige zur Hilfe bei der Boulebahn gesucht
Auch die Nachfrage bei Bürgermeister Holger Albrich, ob die Mitarbeiter des Bauhofs nicht doch den Spielbergern kostengünstig unter die Arme greifen könnten, war nicht erfolgreich. Dennoch wollen die Ortschaftsräte die Montage des Kletterturms auf ihre Liste für die Anmeldung der Finanzmittel zum Haushaltsplan 2027 setzen. In der Spielberger Freizeitanlage muss auch die bestehende Boulebahn von Unkraut befreit und mit einem neuen Splitbelag versehen werden, auch dafür werden Freiwillige gesucht, auch für den Rückschnitt am Hans-Ott-Weg.
Michaela Glemser
