Ortsdurchfahrt Kreisverkehr oder Kreuzung?

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An dieser Stelle könnte in Zukunft ein Kreisverkehr die Kreuzung ersetzen. Ein Planungsbüro arbeitet nun Pläne aus.⇥ Foto: Martin Kalb

Die Pläne für den Bereich Vaihinger- und Großsachsenheimer Straße werden ausgearbeitet. Davon hängt ab, welche Bebauung in Sersheim umgesetzt werden kann.

Eines der größten städtebaulichen Projekte der Gemeinde Sersheim wird in den nächsten Jahren die Neugestaltung der Vaihinger und der Großsachsenheimer Straße sein. Dazu gehören auch größere Baumaßnahmen in den Quartieren Vaihinger Straße. Um dieses Großprojekt umzusetzen, hat die Gemeinde Sersheim in der Vergangenheit bereits mehrere Grundstücke entlang der Vaihinger Straße gekauft. Das Projekt soll in den kommenden Jahren in mehreren Abschnitten umgesetzt werden.

Welches Quartier letztendlich mit welcher Wohnbebauung umgesetzt werden kann, hängt vor allem von der Gestaltung der zentralen Kreuzung zwischen der Großsachsenheimer, Vaihinger, Horrheimer Straße und der Sedanstraße ab: Denn ein Kreisverkehr verbraucht mehr Fläche als eine Kreuzung.

Diskussion im Rat

Im Bebauungsplan ist derzeit zwar ein Kreisverkehr an dieser Stelle vorgesehen. Im Gemeinderat wurde nun aber nochmals angeregt, diese Gestaltung der Kreuzung verkehrstechnisch genauer aufzuarbeiten. Im Gremium wurde auch diskutiert, ob eine Kreuzung mit Ampeln für Fußgänger sicherer wäre – zumal auch viele Schüler die Straße auf dem Weg zur nahegelegenen Schule queren müssen. Dazu soll nach der Beschlussvorlage das Büro Daeges zwei Planentwürfe ausarbeiten, die die Gestaltung dieses Verkehrsknotenpunktes als Kreisverkehr und als ampelgeregelte Kreuzung zeigen und dabei die jeweiligen städtebaulichen Auswirkungen für die Quartiersentwicklung berücksichtigen.

Jugendhaus-Gebäude bleibt

Das Gebäude, in dem das Jugendhaus untergebracht ist, steht bekanntermaßen direkt an der Kreuzung und soll, da es unter Denkmalschutz steht, nicht angetastet werden.

Letztendlich entschied das Gremium in Sersheim bei seiner letzten Sitzung mehrheitlich bei einer Enthaltung den Planungsauftrag für beide Knotenpunkt-Varianten an das Büro Daeges zu vergeben. Die hierfür anfallenden Planungskosten, die noch nicht feststehen, werden dann im Haushalt 2021 eingestellt. Bei der nächsten Klausur des Gemeinderates, die für Februar 2021 geplant ist, sollen die neuen Pläne dann vorgestellt und erläutert werden.

 
 
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