Ortskernsanierung Erligheim Areal „Grüner Baum“: Baugenehmigung endlich erteilt

Von Hannah Reuter
Der Erligheimer Gemeinderat wird demnächst die ersten Bauarbeiten vergeben, dann kann Anfang 2026 die Ortskernsanierung im Gebiet Grüner Baum/Alte Scheune beginnen. Foto: /Martin Kalb

 Bereits 2022 hatte der Gemeinderat die JaKo Baudenkmalpflege mit der Sanierung des Ortskerns beauftragt.

Das Landratsamt Ludwigsburg hat die Baugenehmigung für das ambitionierte Neubauprojekt auf dem Areal des ehemaligen Gasthauses „Grüner Baum/Alte Scheune“ final erteilt.

Ein Projekt mit langer Vorgeschichte

Der Weg bis zu diesem Punkt war alles andere als kurz. Das Areal im Herzen der Gemeinde stellte die Planer vor komplexe Herausforderungen. Es galt, ortsbildprägende, historische Bausubstanz wie die „Große Scheune“ zu erhalten und sinnvoll in ein modernes Nutzungskonzept zu integrieren. Gleichzeitig sollte neuer, barrierearmer Wohnraum geschaffen und die Aufenthaltsqualität im Zentrum signifikant gesteigert werden (die BZ berichtete mehrmals).

Jahrelang wurde im Gemeinderat diskutiert, Pläne wurden entworfen, verworfen und immer wieder angepasst. Verhandlungen mit Investoren, denkmalschutzrechtliche Auflagen und die Sicherstellung einer harmonischen Einfügung in das gewachsene Ortsbild erforderten Geduld und einen langen Atem von allen Beteiligten. Dass diese Hürden nun überwunden sind, wird in der Gemeinde als großer Erfolg gewertet. Das genehmigte Bauvorhaben sieht die Schaffung eines modernen Wohn- und Lebensquartiers vor, das Alt und Jung zusammenbringen soll. Geplant ist ein Mix aus verschiedenen Wohnformen, der von familiengerechten Wohnungen bis hin zu seniorengerechten, barrierearmen Einheiten reicht. Damit reagiert die Gemeinde auf den dringenden Bedarf an modernem Wohnraum im Ort.

Anvisierter Baubeginn: Anfang 2026

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die behutsame Sanierung und Umnutzung der „Großen Scheune“. Wo früher landwirtschaftliche Erzeugnisse gelagert wurden, sollen zukünftig Gemeinschaftsräume oder kleinteilige Gewerbeeinheiten Platz finden und so einen neuen sozialen Treffpunkt schaffen.

Die neuen Gebäude sollen sich architektonisch an der ländlichen und historischen Umgebung orientieren, jedoch moderne Akzente setzen. begrünte Innenhöfe und ansprechend gestaltete Freiflächen sollen die Lebensqualität weiter erhöhen.

Mit der nun vorliegenden Baugenehmigung können die nächsten konkreten Schritte eingeleitet werden. Läuft alles nach Plan, wird der langersehnte Baubeginn für Anfang 2026 anvisiert.

 
 
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