Overland Park/ Bietigheim-Bissingen In Kansas gibt es einen „Bi-Bi-Park“

Von Jörg Palitzsch
Die Reisegruppe in Kansas City. Foto: Jörg Palitzsch

In der Partnerstadt in den USA wurde zum 25-jährigen Jubiläum ein 2,6 Hektar großer Stadtgarten eröffnet.

Der „Bietigheim-Bissingen Park“ in Overland Park, Kansas, ist ein neu entstandener Stadtgarten, der die seit 1999 bestehende Städtepartnerschaft würdigt. Der Park wurde jetzt im Beisein einer Gemeinderatsdelegation mit Oberbürgermeister Jürgen Kessing an der Spitze eröffnet. Sein Amtskollege Curt Skoog verfolgt mit dem Park ehrgeizige Ziele. Overland Park mit seinen rund 200.000 Einwohnern schafft mit diesem 3,5 Millionen US-Dollar teuren Projekt auf rund 2,6 Hektar Fläche nicht nur neue Freizeitmöglichkeiten, sondern bringt auch die kulturelle Verbundenheit beider Städte zum Ausdruck.

Gestaltung erinnert an Bietigheim

Das Gestaltungskonzept greift Elemente auf, die für Bietigheim-Bissingen charakteristisch sind, wie Flusslandschaften und Gärten. Der Park bietet viele Angebote, darunter Boccia-Spielfelder, einen Kinderspielplatz, auf dem der Turm im Bürgergarten kleiner, aber bunter nachgebaut wurde, Spazierwege sowie Grünflächen für Spiel und Erholung. Neben der Mitwirkung der Bürger war auch Bietigheim-Bissingen in die Konzeption eingebunden.

Bei der Eröffnung wurde eine Zeitkapsel vorbereitet, die in den kommenden Tagen mit Dokumenten, aktuellen Eröffnungsbildern sowie einer Blockflöte und einer Geige der Musikschule vergraben wird – um alles in 25 Jahren wieder auszugraben. Die musikalische Umrahmung lag in den Händen von Schülern der Shawnee Mission South High School. In dieser Gruppe spielte als Gast Bernd Gehlen, Fachbereichsleiter an der Musikschule, Gitarre.

Bürgermeister Curt Skoog dankte bei der Einweihung dann auch den Schülern des Real World Program der Shawnee Mission South High School. Der Park sei ein Ort der Begegnung, ein Ort für Familien und Freunde, auch um die Nachbarschaften zu stärken. In diesem Sinne solle auch die Städtepartnerschaft weiter ausgebaut werden, so Skoog.

Symbol der Verbundenheit

„Der Park ist ein bleibendes Symbol unserer Verbundenheit“, sagte Jürgen Kessing bei der Einweihung. Man sei stolz darauf, dass dieser Ort durch die Skulptur des Bietigheim-Bissinger Bildhauers Dieter Kränzlein die künstlerische Handschrift der Stadt trage. Kränzlein konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein und wurde per Handy zugeschaltet, seine Rede trug Kessings Tochter Kristina vor. Kränzlein wünscht sich eine starke Wirkung seiner drei Meter hohen Stele, vor allem soll sie mit ihren Schichten Verbindendes sichtbar machen. Der Bi-Bi-Park stehe für ein nachhaltiges Engagement und den Erhalt von Demokratie und Freiheit, so Kessing weiter, Werte, die man auf lokaler Ebene gemeinsam verfolge.

Bei einem Empfang am Abend wurde dieser Gedanke weitergeführt. Bürgermeister Skoog äußerte die Hoffnung, die Beziehung möge über den Atlantik hinweg erhalten bleiben. Dazu brauche es Verständnis, Dialog und die Partnerschaft, vor allem auf der lokalen Ebene. Kessing knüpfte an diese Ausführungen an. Auch wenn man sich nicht oft sehe, sei es bemerkenswert, „wie stark unsere Bindungen sind, wie viel wir gemeinsam haben und wie viel wir gemeinsam erreichen wollen.“ Beide Städte verbinde das Engagement für Demokratie, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte.

„Und wir sind entschlossen, diesen Weg weiterzugehen und in Zukunft eine noch engere Partnerschaft aufzubauen“, so Kessing, wobei junge Menschen noch stärker einbezogen werden sollen. Anschließend wurden die Partnerschaftsurkunden erneut unterschrieben und damit der Wille zur Fortführung bekräftigt. Als Geschenk erhielt Curt Skoog ein Kränzlein-Kunstwerk und Jürgen Kessing eine Overland-Fahne.

 
 
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