Partei mit Infomobil in Bietigheim Gegner stören Veranstaltung der AfD lautstark

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Die AfD wollte ihre Veranstaltung vor der Lama-Bar abhalten, verlegte den Stand aber wegen der Gegendemonstranten einige Meter weiter nach hinten. Wer zur AfD wollte, musste einen Umweg in Kauf nehmen.⇥ Foto: Martin Kalb

Linke Gruppen haben bei einer Gegendemo zum AfD-Infomobil in der Innenstadt ein Großaufgebot der Polizei in Schach gehalten.

Das AfD-Infomobil hat am Mittwochnachmittag halt auf den Kronenplatz in Bietigheim-Bissingen gemacht. Neben Reden wollten die AfD-Abgeordneten Marc Bernhard, Dr. Marc Jongen und Martin Hess laut Ankündigung auch mit Bürgern ins Gespräch kommen. Das zu verhindern war das erklärt Ziel einer Gegendemonstration von einem Bündnis, unter anderem aus Linksjugend, und Antifaschistischer Aktion. Geschätzt 50 überwiegend jugendliche Gegendemonstranten starteten bereits um 14 Uhr am Bietigheimer Bahnhof mit einer Kundgebung gegen die AfD.

Im Anschluss ging es weiter in die Bietigheimer Innenstadt. Das Infomobil der AfD war vor der Lama-Bar positioniert, deren Veranstaltung sollte um 15 Uhr beginnen. Jeweils vor dem AfD-Stand und am Durchgang von der Innenstadt her kommend hatte die Polizei, die mit einem Großaufgebot beide Veranstaltungen sicherte, Absperrungen aufgebaut. Schon um 14.30 Uhr waren die Parolen der Gegendemonstranten, die die AfD als Nazis und Faschisten bezeichneten, zu hören. Zunächst sammelten sich die Demonstranten am unteren Ende der Enzbrücke mit ihren Plakaten. Dann, kurz vor 15 Uhr, teilten sich die AfD-Gegner auf und ein Teil wanderte hinüber zur Lama-Bar, wo lauthals gegen die AfD geschrien wurde, die gerade dabei war, ihren Stand aufzubauen.

Kleinere Auseinandersetzungen

Nach einige Minuten verlegte die AfD dann ihren Wagen mehr  Richtung Innenstadt, hinter das Treppenhaus des Kronenzentrums. In der Folge kam es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen an der Absperrung zu den Gegendemonstranten. Hess diskutierte immer wieder mit Polizeibeamten. Die Demonstranten versperrten den Zugang zur AfD-Veranstaltung von der Innenstadt her. Gelegentlich kam es sogar zu Gesprächen zwischen AfD-Vertretern und Demonstranten. Als Jongen durch zum AfD-Mobil wollte, wurde er von den Demonstranten daran gehindert und musste einen Umweg nehmen.

Die AfD-Veranstaltung startete mit etwa 20 Minuten Verspätung und die Redner wurden oft durch die Gegendemonstranten übertönt, zudem sprachen Jongen und Co. nur vor etwa zehn Leuten.

 
 
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