Patrick-Team unterliegt Brose Bamberg deutlich Riesen Ludwigsburg kommen mächtig unter die Räder

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Jonah Radebaugh (links, gegen Bambergs Chase Fieler) war einer der wenigen Aktivposten im Spiel der Ludwigsburger bei der hohen Auswärtsniederlage in Bamberg. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Das Team von John Patrick ist beim Viertelfinal-Auftritt in Bamberg völlig von der Rolle und wird bei der 60:96-Packung regelrecht vorgeführt.

Einen herben Dämpfer mussten die Bundesliga-Basketballer der MHP Riesen Ludwigsburg am Sonntagnachmittag in Bamberg hinnehmen. Bei ihrem dritten Playoff-Vergleich mit dem Tabellenachten der Hauptrunde fand das Team von Trainer John Patrick nie in die Spur, wurde vom Gegner regelrecht vorgeführt und unterlag am Ende deutlich mit 60:96. Am heutigen Dienstag (18.30 Uhr) haben die Riesen bei einer 2:1-Führung in der Serie dennoch die erneute Chance, mit einem Sieg in Bamberg ins Halbfinale einzuziehen.

Die Ludwigsburger wussten von Anfang an gar nicht, wie ihnen geschah. Schon nach fünf Minuten waren die Hausherren - angeführt vom überragenden Nationalspieler Christian Sengfelder - auf 13:4 enteilt. Vor allem aus der Distanz trafen die Franken praktisch wie sie wollten. Sechs der ersten elf Versuche fanden ihr Ziel. Am Ende verbuchten die Bamberger 17 Dreier. Zum Vergleich: die Riesen nur derer vier bei 26 Versuchen.

Schon in den ersten beiden Vergleichen in Ludwigsburg hatte sich Bamberg als zäher Kontrahent erwiesen, der die intensive Spielweise der Riesen ebenso gallig beantwortet hatte. Doch dieses Mal fanden die Gäste keine Antwort auf die intensive Spielart des Gegners. Einzig Routinier Tremmell Darden und Jonah Radebaugh stemmten sich wirklich gegen die Niederlage. Doch es half nichts: 29:17 stand es nach dem ersten Viertel und zur Halbzeit gar 60:35.

Bei einer 30-Punkte-Führung der Hausherren im dritten Drittel gab auch Patrick die Partie verloren, schonte seine Stammkräfte für die Revanche und ließ größtenteils die jüngeren Akteure ran. Doch auch Brose-Headcoach Johan Roijakkers schaltete in den Verwaltungsmodus. Seine Youngster Elias Baggette und Moritz Plescher machten ihre Sache bei ihrem Playoff-Debüt mit sieben und acht Punkten aber deutlich besser als die Riesen-Talente. 82:48 stand es nach dem letzten Drittel, beim 96:60-Endstand schrammten die Riesen nur ganz knapp an einer „100er“-Schmach vorbei.

Gästecoach John Patrick war nach der Partie angefressen: „Dies war von uns ein arroganter Auftritt, unsere Einstellung hat nicht gestimmt. Bamberg war von Anfang an in allen Bereichen besser. Trotzdem liegt Ludwigsburg in der Serie noch mit 2:1 vorne. Im vierten Spiel am Dienstag werden meine Spieler wissen, dass Bamberg sehr starken Basketball spielen kann.“

Nichts auszusetzen am Spiel und der Einstellung seiner Mannschaft hatte dagegen natürlich Bambergs Cheftrainer Johan Roijakkers: „Ich denke, dass wir von Anfang an mit der richtigen Intensität aus der Kabine kamen, die Dreier getroffen und selbstbewusst agiert haben. Dadurch entsteht dann ein solches Ergebnis.“

 
 
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