Planung für Bönnigheimer Schulzentrum vergeben Stuttgarter Architektenbüro erhält den Zuschlag

Von Birgit Riecker
Die Planung zur Erweiterung in Bau II im Schulzentrum um eine Mensa, Bücherei und Schulräume übernimmt das Stuttgarter Architektenbüro Herrmann und Bosch.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Für die Erweiterung von Bau II erhalten Planer von Herrmann und Bosch vom Gemeinderat den Zuschlag.

Hinter verschlossenen Türe hat die Vergabekommission des Gemeinderats und der Stadtverwaltung getagt. Das Ergebnis: Das Stuttgarter Büro Herrmann und Bosch geht aus dem Architektenauswahlverfahren als Sieger hervor. Der Gemeinderat bestätigte einhellig das Ergebnis und beauftragte das Büro mit dem Start der Planung zur Erweiterung in Bau II im Schulzentrum um eine Mensa, Bücherei und Schulräume gemäß der Planungsvariante 1a (wir berichteten).

Damit der Gemeinderat die Katze nicht im Sack kaufen musste, stellte Prof. Gerhard Bosch, einer der beiden Gesellschafter des Stuttgarter Architekturbüros, sich und dessen Arbeit vor. Der 67-Jährige hat an der Universität Stuttgart sein Diplom gemacht, war dann Mitarbeiter beim Büro Mahler, Gumpp und Schuster bevor er 1986 in das Büro von Prof. Herrmann in Stuttgart wechselte. Dort ist er seit 1992 Gesellschafter. 1999 wurde er zum Professor für Baukonstruktion mit dem Schwerpunkt Holzbau und Entwerfen an der Hochschule Biberach ernannt. Von 1999 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand war er dort stellvertretender Leiter des Instituts für Holzbau.

„Nachhaltigkeit hat die Arbeit unseres Büros schon von Anfang an geprägt“, betonte Bosch. „Nicht erst seit Nachhaltigkeit in aller Munde ist.“ Er wusste von zahlreichen Preisen zu berichten, die das Büro mit seinen derzeit 40 Mitarbeitern regelmäßig bekommen hat. Und er konnte auf eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Bauwerken verweisen. „Wir bauen alles von Zoo bis Bildung“, lachte er. Gerade im Bildungswesen sei das Büro in den letzten Jahren häufig unterwegs gewesen. Und dort habe es seine Stärke bei Sanierungs-, Um- und Erweiterungsbauten zeigen können. Oftmals sei dabei Holz zum Einsatz gekommen.

Genaue Vergabekriterien

Die Vergabekommission, der je ein Gemeinderatsmitglied jeder Fraktion sowie Bürgermeister Albrecht Dautel und zwei Amtsleiter angehörten, hatte genaue Kriterien für ihre Entscheidung. Diese hatte der Gemeinderat im November auf Anraten der STEG festgelegt. In einer Vorprüfung unter den 19 Bewerbern sortierte die STEG 14 nach den Eignungs- und Zulassungskriterien aus, fünf verblieben. Letztlich ihr Angebot gaben lediglich vier Büros nach einer Vorstellung ab. Wichtig für die Beauftragung waren die Projektorganisation, das Projektteam, die Qualifikation des Projektleiters sowie die Präsenz vor Ort. Gewertet wurden zudem das Honorarangebot und vergleichbare Projekte, die von den Büros bereits gebaut worden sind.

Honorar von 168 000 Euro

Für knapp 168 000 Euro wird nun das Architekturbüro die Grundlagenermittlung vornehmen sowie die Vor- und Entwurfsplanung fertigen. „Wir denken, dass es uns dann rechtzeitig gelingt, auf Basis der Entwurfsplanung einen Antrag auf Schulbauförderung zu stellen“, sagte Bürgermeister Albrecht Dautel.

Die Antragsfrist endet am 30. September.

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