Planungsausschuss in Stuttgart diskutiert den Flächennutzungsplan Besigheim Nicht alle Pläne gefallen der Region

Von Michael Soltys
Das Wohnbaugebiet Bülzen-Schimmelfeld in Besigheim: Im Anschluss an die bestehende Bebauung im Osten (rechts) soll Richtung Süden ein Wohnbauschwerpunkt ausgewiesen werden. ⇥ Foto: MARTIN KALB

Im Planungsausschuss ders Verbands Region Stuttgart wurde der Flächennutzungsplan diskutiert. Einige Kommunen des Gemeindeverwaltungsverbandes müssen noch nacharbeiten.

Am Flächennutzplan des Gemeindeverwaltungsverbandes, GVV, Besigheim dürfte es noch einige Änderungen geben. Das wurde bei der Sitzung des Planungsausschusses im Verband Region Stuttgart deutlich, der sich jetzt mit dem Entwurf des Planes befasste. Die Gemeinden legen darin dar, welche Flächen sie wie in den kommenden 15 Jahren nutzen wollen. Gegen einzelne Vorhaben äußert die Region durchaus Bedenken, mit denen sich der GVV jetzt auseinandersetzen muss.

Die Bedenken betreffen weniger die Kernstadt von Besigheim. Dort hatte die Stadt eigentlich beabsichtigt, die Lehmgrube des ehemaligen Ziegelwerks mit 4,4 Hektar als Wohnbauschwerpunkt auszuweisen. Doch das scheiterte bekanntlich an Bedenken  von Naturschützern, die dort Wildbienen entdeckten. Stattdessen ist im Flächennutzungsplan ein „Flächentausch“ vorgesehen: Statt  der Lehmgrube soll das Wohngebiet Bülzen/Schimmelfeld nach Süden erweitert werden, das fast gleich groß ist. Das hat Vorteile, findet die Region: An geeigneter Stelle könnte Wohnraum schnell bereit gestellt werden.

Hürden in Ottmarsheim

Etwas höher sind die Hürden für das Wohngebiet in Ottmarsheim namens „nördlich Uhlandstraße“ mit etwa sechs Hektar Größe. Viel zu viel eigentlich für einen Ort der Größe Ottmarsheims, der laut den regionalen Vorgaben nur für den Eigenbedarf weitere Flächen anmelden dürfte. Doch diese Bedenken stellt die Region zurück: Das hat mit dem nahen Industriegebiet auf der Ottmarsheimer Höhe zu tun, wo Tausende von Menschen beschäftigt sind und in den Ort einpendeln.

Während der Planungsausschuss keine Probleme mit den geplanten Wohngebieten in Walheim und Gemmrigheim hat, sieht dies für Hessigheim anders aus. Im Gebiet Wanne möchte die Neckartalgemeinde zwei Hektar Wohnbaufläche ausweisen. Doch aus Sicht der Region reichen für den kleinen Ort durchaus 1,4 Hektar.  Ganz ähnlich fällt die Stellungnahme für die Nachbargemeinde Mundelsheim aus.  Im Flächennutzungsplan hat die Gemeinde 2,6 Hektar Wohnbaufläche ausgewiesen. Mehr als 1,2 Hektar möchte die Region allerdings nicht zugestehen, da „keine über die Eigenentwicklung hinausgehende Siedlungstätigkeit“ stattfinden sollte.

In Löchgau fallen die ausgewiesenen Wohnbauflächen mit 11,7 Hektar besonders großzügig aus. Doch die Gemeinde ist im Regionalplan als Siedlungsbereich festgelegt, dort soll sich der Wohnungsbau konzentrieren.  Trotz einer geringen Überschreitung hat der Verband der Region Stuttgart deshalb keinerlei Bedenken.

 
 
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