Weihnachten ist bekanntermaßen ein Fest, an dem Wünsche wahr werden. Auch wenn es bis zur Bescherung noch etwas hin ist, so hat sich doch für Bönnigheims Bürgermeister Albrecht Dautel ein großer Wunsch erfüllt - das Richtfest für den Bau II des Schulzentrums konnte begangen werden.
Richtfest Schulzentrum Bönnigheim Noch vor Weihnachten geht ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung
Das Richtfest des „Baus II“ im Schulzentrum markiert das Ende des mit rund 18 Millionen Euro teuersten Bauprojekts in der Geschichte der Stadt.
„Es herrscht gespannte Stille, obwohl so viele Menschen wie noch nie auf dieser Baustelle sind“, sagte der Rathauschef. Das Richtfest markiere nicht nur einen wichtigen Punkt in der Ertüchtigung des Bildungscampus, „sondern diese Baustelle ist mit einem Finanzvolumen von gut 18 Millionen Euro auch die größte und umfangreichste Gesamtmaßnahme in der Geschichte unserer Stadt.“
Und so freue er sich über die vielen Gäste, unter denen auch zahlreiche Mitglieder des Gemeinderates waren, „damit sie auch mal sehen, was sie in den vielen Sitzungen mitentschieden und letztlich auf den Weg gebracht haben.“
Schulzentrum fit für die Zukunft
Und so blickten er und all die Gäste an diesem Nachmittag mit Stolz auf einen gewaltigen und gemeinsamen Kraftakt zurück, „der unser Schulzentrum zukunftsfähig macht.“ Schön sei auch, dass das Richtfest im Zeitrahmen liege und man noch vor Jahreswechsel diesen symbolischen Akt beschreiten könne.
In den vergangenen Wochen und Monaten glich das Gebäude, der sogenannte Bau II des Schulzentrums im Herzen der Ganerbenstadt, einer gigantischen Baustelle. Es wurde unablässig ausgehoben, gebaut, ergänzt, aufgestockt, saniert, gehämmert und gebohrt. Das Schulhaus, dessen Bausubstanz größtenteils aus den späten 1960er-Jahren stammt, war in die Jahre gekommen und genügte in räumlicher wie auch in technischer Sicht nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
Nach dem obligatorischen Richtspruch durch die Zimmerleute – „fortan diene dieser Ort für gute Gedanken und gute Wort’“ – hoch oben auf dem Dach, welches, wie der Bürgermeister verriet, „noch nicht gänzlich abgedichtet ist, was aber bis Jahresende noch vonstatten gehen wird“ und dem Glück verheißenden, zerspringenden Glas, ging es für die Gäste auf einen Rundgang durch das aufgestockte Gebäude. Es ließ sich bereits erahnen, welch großzügig dimensionierte Räume schon bald mit Leben erfüllt werden können.
Der erweiterte und grundsanierte Bau aus dem Jahr 1968, in welchem bei vollständiger Fertigstellung im kommenden Jahr die Schülerinnen und Schüler der Sophie-la-Roche-Realschule dann optimale Rahmenbedingungen vorfinden werden, war zuletzt durch eine zusätzliche Etage in Holzständerbauweise gekrönt und mit drei Aufzügen ausgestattet worden. Im neuen Geschoss sind sechs neue Klassenzimmer vorgesehen, und daher musste das Gebäude dementsprechend neu aufgeteilt werden.
Platz für eine neue Mensa
So steht der bisherige Standort der Stadtbücherei im Erdgeschoss nun zukünftig vollumfänglich der Mensa zur Verfügung, deren Wirtschafts- und Lagerräume sind im Untergeschoss des Trakts untergebracht.
Von außen hebt sich der zentrale Bau durch seine mit hellem Holz verkleidete Fassade von den anderen Gebäuden ab, sorgt auf diese Weise für einen attraktiven Blickfang und lässt die früher eher trist-grauen Fertigbaumodule vergessen.
