Robert-Breuning-Stift wird erweitert Heimstiftung investiert 20 Millionen

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Rund 20 Millionen Euro investiert die Evangelische Heimstiftung in die Erweiterung des Robert-Breuninger-Stifts mit fünf Gebäuden, in denen 65 Wohnungen entstehen. ⇥ Grafik: Heimstiftung

Vor fast sechs Jahren stellte die Evangelische Heimstiftung ihre Pläne zur Erweiterung des Robert-Breuning-Stifts oberhalb von Besigheim vor. Nun geht alles ganz schnell.

Es ist ein großes Projekt für die Evangelische Heimstiftung in Besigheim, die neben dem Robert-Breuning-Stift über 140 Einrichtungen im Land betreibt und auch am Bönnigheimer Schloss bald präsent sein wird (die BZ berichtete). Im März ging es los mit dem Bau mit den fünf neuen Gebäuden, die gerade am Rand des Wohngebiets Bülzen in die Höhe wachsen. Keine sieben Stockwerke, wie sie ursprünglich im Raum standen, sondern vier sollen es werden am bestehenden Breuning-Stift aus den 1970er-Jahren. Dennoch werden sie weithin sichtbar sein und viel Platz für unterschiedliche Angebote haben. Und für die Bewohner eine tolle Aussicht über die Stadt sowie das Neckartal bieten.

Die exponierte Lage zieht Interessenten an. „Wir haben eine Riesennachfrage“, erklärt Peter Hettig, Geschäftsbereichsleiter Bau und Liegenschaften der Heimstiftung, im Grunde könne man sich die Werbung für den Verkauf sparen. Für 16 Wohnungen am Rand des Geländes gebe es schon über 80 Anfragen. Dazu kommen 49 weitere Wohnungen, die vermietet werden und die ebenfalls von den Angeboten des Stifts und dem Quartiersmanagement der Stadt profitieren.

Zuletzt wurde hier im Jahr 2018 der vier Millionen Euro teure Bau der modernen Intensivstation fertiggestellt, wo 30 Einzelzimmer für Patienten im Wachkoma entstanden. Im März dieses Jahres begann der Bau der fünf Gebäude, die gerade entstehen. Von Preissteigerungen sei man nicht betroffen, weil man schon frühzeitig mit dem Generalunternehmer verhandelt habe, erklärt Hettig. „Wir liegen bei knapp 20 Millionen Euro“, so der Geschäftsbereichsleiter zu den Gesamtkosten des Großprojekts. Gebaut werde auch für Paare, denn 30 Wohnungen sind als Zweibettwohnungen ausgelegt, 21 Wohnungen werden für pflegebedürftige Menschen auch mit hohem Pflegebedarf angeboten, hinzu kommt im Erdgeschoss eine Tagespflege, die Mobilen Dienste und eine Arztpraxis.

Insgesamt sind dafür 70 Stellplätze in der zweigeschossigen Tiefgarage vorgesehen, weitere 33 Parkplätze sind auf dem Gelände verteilt. 100 Fahrradstellplätze muss man hier ebenfalls zur Verfügung stellen, die nach der Bauordnung auch überdacht sein müssen. Die Zufahrt soll dann nicht über die Bülzenstraße, sondern über die Albert-Schweitzer-Straße erfolgen und so die Anwohner entlasten. „Jede Wohnung hat ihren eigenen Stellplatz“, so Hettig, und man komme den Forderungen aus dem Gemeinderat damit nach.

Dort stimmte man beim Bebauungsplan auch einer Überschreitung der Bauhöhe zu, um die Erweiterung des Stifts mit seinen bestehenden 95 Pflege- und 30 Intensivplätzen möglich zu machen. Die Dächer der Gebäude werden extensiv begrünt, was im Plan ebenso festgelegt ist wie die Gestaltung der Außenanlagen.

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von 18 Monaten, so dass die Erweiterung voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres abgeschlossen sein könnte.

 
 
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