Lange hatten sich Gerüchte hartnäckig gehalten, nachdem das achträdrige Panzerfahrzeug „Boxer“ künftig (auch) im Dräxlmaier-Werk Sachsenheim gebaut werden soll.
Rüstungsindustrie „Boxer“ wird nicht in Sachsenheim gebaut
Dräxlmaier-Gruppe fertigt das Panzerfahrzeug künftig in Landau/Isar.
Gemeinsame Sache mit KNDS
Der deutsch-französisch-niederländische Rüstungskonzern KNDS (vormals Krauss-Maffei) hatte neben den Vilsbiburgern auf der Suche nach geeigneten Partnern auch Mercedes-Benz umworben, um das Fahrzeug unter anderem im brandenburgischen Werk Ludwigsfelde zu fertigen, in welchem die erfolgreichen Leicht-Lkw „Sprinter“ vom Band laufen.
„Das Werk in Sachsenheim stand jedoch nie zur Debatte“, teilt Pressereferent Alexander Belyamna auf Anfrage der BZ mit. Wohl sei es so gewesen, dass die Deutsche Presseagentur (dpa) auf die räumliche Nähe des Daimler-Benz-Hauptquartiers in Stuttgart den Standort am Strombergrand als möglichen Fertigungsstützpunkt in Verbindung gebracht hatte, doch „fußte alles auf einem Missverständnis“, so der Pressereferent weiter.
Missverständnis lag vor
Mit der Folge, dass das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und, daraus resultierend, auch regionale Zeitungen darüber berichtet hatten, dass der Sachsenheimer Dräxlmaier-Standort zumindest in die engere Wahl der Panzerproduktion gerückt sein sollte.
„Dies entbehrt jedoch jeglicher Grundlage. Die Niederlassung in Sachsenheim war nie angedacht. Der ,Boxer’ wird unter anderem in Landau an der Isar gebaut werden. Weitere künftige Standorte stehen bis dato nicht fest“, will heißen, auch hinter Ludwigsfelde steht bezüglich der „Boxer“-Fertigung nach wie vor ein Fragezeichen, denn das Werk ist mit den „Sprintern“ aktuell noch sehr gut ausgelastet. Erst im April hatte KNDS – in Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder – an seinem Standort München-Allach eine neue Produktionsstraße für das gepanzerte Radfahrzeug eröffnet.
