Rund 324 000 Euro für mehr Sicherheit im Personennahverkehr in Bönnigheim Fünf Bushaltestellen sollen barrierefrei umgebaut werden

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Die Bushaltestelle am Bönnigheimer Schulzentrum ist bereits barrierefrei ausgebaut. Nun sollen noch fünf weitere Haltestellen in Bönnigheim folgen.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Von den ermittelten Kosten in Höhe von 324 000 Euro übernimmt der Bund knapp 260 000 Euro.

Der Technische Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat den Umbau von fünf Bushaltestellen in Bönnigheim. Der aktuelle Grund hierfür liegt in der in Aussicht gestellten hohen Fördersumme. Von den ermittelten Kosten in Höhe von knapp 324 000 Euro übernimmt der Bund knapp 260 000 Euro. An der Ganerbenstadt blieben dann nur noch 64 000 Euro hängen.

Zunächst waren alle Haltestellen im Stadtgebiet untersucht worden. Bereits barrierefrei ausgebaut sind sie in Hohenstein und am Schulzentrum. Zurückgestellt wurde die Haltestelle am Burgplatz. Sie soll erst mit der Neugestaltung des Platzes kommen. Als „nicht machbar“ erscheint zudem noch die Haltestelle an der Hofener Straße. Dort wäre ein Grunderwerb nötig, der sich angesichts der 87 Eigentümer des Kleeblatts nicht verwirklichen lasse, sagte Bürgermeister Albrecht Dautel.

Angegangen werden könnten dagegen die Haltestellen am Burgplatz ortsauswärts, die beiden Haltestellen „Kirchheimer Straße“ und die beiden Haltestellen „Burgermühle“. Volker Martin vom Büro Ippich hat nun mögliche Umbauentwürfe und die voraussichtlichen Kosten vorgelegt. Sie sind mit dem Vertreter des VdK, Rolf Schweiher, sowie der Polizei, dem Landratsamt und dem VVS abgestimmt.

Haltestelle Burgplatz

Dabei wurde deutlich, dass am Burgplatz eine Verlegung hin zur Karlsschule keine Verbesserung bringen würde. Machbar wäre lediglich eine Verlängerung der bestehenden Haltestelle, wenn zuvor Längsparkplätze an der Karlstraße entfallen würden. „Die Situation ist dort auch wegen der bestehenden Grundstückszufahrten schwierig“, erläuterte Martin. „Wir können den erhöhten Bordstein dort nur für die mittlere Türe im Bus bauen.“ Auch der Anregung von Stadtrat Michael Gerdes (UWV) den Gehweg zu verbreitern, könne nur bedingt gefolgt werden. „Wir kriegen höchstens zehn oder zwanzig Zentimeter raus, weil der Bus ja auch noch einschlagen muss“, sagte Martin.

Kirchheimer Straeße

Einfacher gehe der Umbau an der Haltestelle Kirchheimer Straße ortsauswärts. Dort könne sie einfach ein paar Meter verschoben werden, da ja eine große Grundstückseinfahrt vorhanden sei. Die Haltestelle schräg gegenüber soll nach dem Vorschlag des Ingenieurs um vier bis viereinhalb Meter in Richtung Einmündung der Industriestraße verschoben werden.

Haltestelle Burgermühle

Die Haltestelle Burgermühle ortseinwärts sei unproblematisch zu verändern. Dort soll aber die vorhandene Querungshilfe barrierefrei umgebaut werden. Die letzte Haltestelle, die am Feuerwehrhaus liegt, führte zu einer längeren Diskussion im Ausschuss. Denn Stadträtin Karin Schwittay (FWV/CDU) wies nachdrücklich auf die unzureichende Sicherheit der Schulkinder hin, die dort mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der Ausschuss verständigte sich schließlich auf einen Kompromiss: Der Weg an der Bushaltestelle wird verbreitert, ein möglicher Umbau kommt, sobald der Landkreis die Kirchheimer Straße saniert. Und dies soll in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen. Drei der fünf Haltestellen sollen ein Wartehäuschen bekommen. Bei der Kirchheimer Straße ortseinwärts und bei der Burgermühle ortseinwärts sieht der Ausschuss keinen Bedarf, da es überwiegend Ausstiegshaltestellen seien.

Digitale Informationen

Die Meinung über die Notwendigkeit von digitalen Fahrgastinformationen ging auseinander. Während Stadtrat Markus Stahl (UWG) lieber auch die Haltestelle bei der Feuerwehr mit Wartehäuschen versehen wollte, da jeder Fahrgast auf sein Handy schauen könne, votierte die Mehrheit für Tafeln an der Schule und am Burgplatz. Dafür gibt es eine Förderung des Landkreises. Sie beträgt maximal 3000 Euro für die Geräte, die zusammen gut 14 000 Euro kosten werden.

 
 
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