Rundgang über das neu gestaltete Gelände Der Besigheimer Enzpark nimmt Gestalt an

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Vieles ist noch Baustelle im neuen Enzpark gegenüber der Altstadt von Besigheim.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Am Samstag informierten Fachleute über das Gelände, das Parkhaus und den neuen Mühlensteg.

  Der erste Termin in diesem Frühjahr war coronabedingt ausgefallen, und seitdem hat sich vieles getan am Besigheimer Enzufer. Das Parkhaus ist in Betrieb, die Fußgänger- und Radbrücke wurde gebaut und der  Parkplatz unterhalb der Firma Layher abgetragen. Entsprechend gut war am Samstag ein Rundgang besucht, zu dem Bürgermeister Steffen Bühler rund 70 Bürger  begrüßte.

Architekt und Stadtplaner Ulrich Frey machte zum Thema Wegeplanung in der ersten von drei Gruppen auf die vielen Abraumhügel am Parkplatz aufmerksam, die größer wurden als gedacht. Sie müssen noch untersucht und teuer entsorgt werden, weil es der Gesetzgeber so vorschreibe.  „Das alles wird Wiese“ erklärte er seiner rund 20-köpfigen Gruppe, die sich am früheren Parkplatz traf.

Durchschnitten wird das Gelände später von einem Weg, der geschwungen von den Enztreppen zur B 27 führt, wo sich unter der Brücke ein Treffpunkt für Jüngere entwickeln soll. Rechts und links werden Bäume gepflanzt. Der alte Parkplatz sei beseitigt worden für die Grundidee des zentralen Parkhauses.

Abraum ist ein Problem

„Der Abraum wird uns noch einige Zeit beschäftigen“, blickte Frey auf die Hügel aus Erde und Beton, die wie auch der Hügel, auf denen die Maschinen stehen, die Wegeumsetzung noch verzögern. Noch unklar ist, wie es an den Enztreppen und der dortigen Unterführung am Ufer weitergeht. Die aktuelle Planung sieht eine Querung für Radler an der Hauptstraße vor, was im Sommer auch bei Bootsfreuden zu Problemen führte. Sie müssen am ersten Wehr ihr Boot aus dem Wasser heben und können es nach Überquerung der Hauptstraße erst nach dem zweiten Wehr wieder zu Wasser lassen. Für beide Gruppen wäre die Unterführung die bessere Lösung, war auf dem Spaziergang von Teilnehmern zu vernehmen.

Das neue Parkhaus und der Wegfall des früheren Spielplatzes waren Thema der zweiten Gruppe. Zuletzt habe sich das oberste, inzwischen videoüberwachte Parkdeck als Treffpunkt etabliert, an dem es in den letzten Wochen laut zuging, beklagte eine Anwohnerin. Die Polizei musste öfter anrücken, nachdem es den Anwohnern zu viel geworden war und Autos mit durchdrehenden Reifen auf dem neuen Parkhaus für viel Lärm sorgten.

Bauleiter Roland Wagner erklärte der dritten Gruppe an der Brückenrampe, wie hier in nur vier Tagen der Steg aufgehängt und wie er zuvor mit vielen Tiefgründungen bis auf 20 Meter gesichert worden war. Das futuristisch anmutende Bauwerk ist an der Ostseite an einer Stahlplatte aufgelegt, die sich bei Ausdehnung der Brücke um 20 Zentimeter bewegen kann. Dort wurde die Betonmauer am Fluss mit Naturstein verblendet, was sich eine Bürgerin auch an der Westseite vorstellen konnte. Der neue Steg, der noch zusätzlich stabilisiert wurde, war am Samstag nicht begehbar. Der Belag sei noch zu frisch und könnte Schaden nehmen, so die Begründung.

Hohe Kosten

Gegen eine weitere Enzbrücke im kommenden Nordpark sprachen sich am Samstag insbesondere die Stadträte des Bündnis Mensch und Umwelt aus. Auch aus Kostengründen: Rund 11,8 Millionen Euro sind für das derzeitige Projekt nun veranschlagt, das den Haushalt trotz hoher Förderungen belasten wird.

Info Im Frühjahr findet ein weiterer Rundgang statt, bei dem es  um die Spielplatzgestaltung am Enzsteg gehen soll.

 
 
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