Sachsenheim 18.000 Quadratmeter Asphalt für die sanierte Tangente

Von Markus Wirth
Es geht voran: Kurz vor der Einfahrt in die Industriestraße in Sachsenheim sollen eine Betonwand und eine leichte Verschwenkung der Trasse der L 1125 nach Süden künftig für mehr Sicherheit sorgen. Foto: /Oliver Bürkle

Die Deckenerneuerungsarbeiten im Zuge der Sanierung der Landesstraße L 1125 liegen gut im Zeitplan – ein Baustellenbesuch.

Ein böiger Wind weht, aber durch die lockere Bewölkung lugt die Sonne hervor. „Das ist genau das Wetter, welches wir am Wochenende bräuchten“, sagt Andreas Klein. Der Leitende Baudirektor des Regierungspräsidiums Stuttgart hat, gemeinsam mit seiner Kollegin, Oberbaurätin Jasmin Ziegler, zur Baustellenbegehung eingeladen, um über die Fortschritte der Baumaßnahmen rund um die Fahrbahnsanierung und Deckenerneuerung der Landesstraße L 1125 zwischen Bietigheim-Bissingen und Sachsenheim zu informieren.

Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Zwischen dem Knotenpunkt, wo es rechts nach Großsachsenheim hineinführt, und der Mühlsteige ungefähr 600 Meter in östlicher Richtung sind die Fahrbahnarbeiten gut im Zeitplan, wie Klein betont. Das Gesamtpaket der Straßenerneuerung betreffe nicht nur eine Neuasphaltierung und Deckenerneuerung des Abschnitts, sondern, so Klein, „auch eine Verbreiterung der Fahrbahn auf 7,50 Meter, um dem Schwerlastkraftverkehr in diesem Bereich künftig gerechter zu werden“. Vorher lag die Breite der Straße bei rund sechs, an einigen Stellen bei sechseinhalb Metern.

Jasmin Ziegler verweist auf die beiden Knotenpunkte auf Höhe Mühlsteige und der Industriestraße, hier gibt es einen Ausbau des abbiegenden Seitenstreifens auf dann 3,50 Meter Breite. Eine Baumaßnahme, die den Fahrradfahrern und deren Sicherheit zugutekommen soll. „Zudem wird es künftig in diesem Bereich eine Mitteltrennung durch Leitfahnen geben“, so Ziegler, was künftige abrupte Wendemanöver, die so genannten „U-turns“, verhindern solle.

Ab diesem Freitag, 18 Uhr, soll es dann vor allem im letzten Abschnitt zwischen der Industriestraße und dem Ortseingang Großsachsenheim straßenbautechnisch hoch hergehen, wenn dort die Straße zunächst abgefräst und dann, möglichst trockene Witterung vorausgesetzt, am Samstag asphaltiert werden wird, bevor dann am Sonntag die Markierungsarbeiten einen finalen Punkt setzen.

„Wir hoffen fürs Wochenende wirklich auf trockenes Wetter, vor allem während der Aufbringung der neuen Asphaltdecke, denn bei starkem Regen müssten wir eine Pause einlegen und dies würde unser Vorhaben, diesen Abschnitt bis Montagfrüh, 5 Uhr, wieder freizugeben, gefährden“, sagt Klein. Denn Wassereinbringung würde die Straßendecke nach ihrer Aushärtung weniger stabil machen, und ein Verschieben des Termins sei so kurzfristig nicht möglich, zudem sei dieser mit den Gewerbetreibenden abgesprochen, die sich wiederum auf die verändernden Rahmenbedingungen eingestellt haben. Zwischen der Kayhstraße und der Ortseinfahrt werden summa summarum, lässt Sezer Eroglu von der Baufirma Wolff & Müller wissen, im Endeffekt im Zuge der Sanierung rund 18.000 Quadratmeter Asphalt neu verlegt, alleine im letzten Bereich, der nun am Wochenende gesperrt sein wird, rund 5000 Quadratmeter.

„Und im ersten Abschnitt, nach dem Knoten an der Mühsteige und bis kurz vor der Industriestraße, wird der Straßenverlauf etwas nach links verschwenkt, das soll der Sicherheit dienen“, sagt Jasmin Ziegler und verweist auf einen schweren Unfall an dieser Stelle vor etwas mehr als einem Jahr.

An dieser Stelle endet die 110-Kilovolt-Leitung der EnBW, und es wäre nicht auszudenken gewesen, wenn der Strommasten, der dort steht, beschädigt worden wäre. „Außerdem wird künftig hier diese rund 1,50 Meter hohe Betonmauer als Einfriedung dienen“, so Ziegler weiter, ebenfalls ein nicht unwichtiger Sicherheitsaspekt.

Ein positiver Nebeneffekt habe sich im Zuge der Umleitungen ergeben, erzählt Andreas Klein, denn zwischen der Sersheimer und der Kleinsachsenheimer Straße habe man einen provisorischen Kreisverkehr angelegt, um den Verkehrsfluss in diesem Bereich zu verbessern: „Und das hat bis dato so gut funktioniert, dass wir überlegen, diesen Kreisel dauerhaft einzurichten“. Ein Plan, der auch beim mittlerweile hinzugekommenen Sachsenheimer Bürgermeister auf Zustimmung, auf offene Ohren stößt.

Kleine Risse, große Wirkung

Beim abschließenden Gang über die verwaiste Fahrbahn präsentiert sich ein scheinbar immer noch intakter Asphalt. „Doch die Leute sehen nicht“, sagt Klein und zeigt auf die Risse auf der Oberfläche, „dass hier eine schnelle Maßnahme vonnöten ist. Hier kann nämlich Wasser eindringen, und im Winter kommt es gar zu Frostaufbrüchen, die die Stabilität der Straße in Mitleidenschaft ziehen“. Nun also wird am Wochenende der westliche Abschnitt fit für die Zukunft gemacht. Morgen wird aufgefräst und danach die neue Decke aufgetragen, am Sonntag folgen die Linierungen, am Montag rollt im Idealfall der Verkehr wieder – und im Oktober, wenn es weiter nach Plan geht, auch im gesamten Abschnitt...

 
 
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