Sachsenheim Alle Fachbereiche arbeiten an der Doppik

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Sachsenheims Kämmerer Lars Roller hat Jacqueline Höfler als Expertin für Haushaltsrecht an seiner Seite.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Stadtkämmerer Lars Roller will für das Jahr 2020 den ersten Etatplan für den Haushalt nach dem neuen Haushaltsrecht vorstellen.

Hinter Kämmerer Lars Roller und dem Fachbereich Finanzen der Stadtverwaltung liegen arbeitsreiche Monate. Aber noch gibt es viel zu tun, bis im Februar oder März dieses Jahres der erste Haushaltsplan nach dem Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) in den Sachsenheimer Gemeinderat eingebracht werden kann.

Nach den gesetzlichen Vorgaben des Landes Baden-Württemberg müssen die Kommunen ihr Finanzwesen spätestens ab dem Jahr 2020 von den Grundsätzen der sogenannten Kameralistik, bei der vor allem die Geldflüsse im Fokus stehen, auf die Doppik umstellen, bei der das Augenmerk auf dem Ressourcenverbrauch und den Ein- sowie Auszahlungen liegt.

„Mit der Bewertung des gesamten Vermögens der Gemeinde haben wir schon im Jahr 2018 angefangen. Dies ist ein sehr komplexer Prozess, an dem nahezu alle Fachbereiche der Stadtverwaltung beteiligt waren“, sagt Roller. Noch läuft der schwierige Umstellungsprozess, denn nicht nur der erste Etatplan muss auf doppischer Grundlage ausgearbeitet werden, sondern auch das Steuerwesen, die Gebühren- und Wasserveranlagungen der Stadt müssen entsprechend umgestellt werden. „Zudem haben wir unser EDV-Programm für das Rechnungswesen gewechselt, und es daher gewissermaßen mit einer doppelten Umstellung zu tun“, sagt er. Nicht nur seine Stellvertreterin Melanie Schrempf gehört dabei zu den Verantwortlichen der Umstellung, sondern auch Jacqueline Höfler, die sich im Fachbereich Finanzen nur um das neue Haushaltsrecht kümmert.

Haushalt nicht ausgeglichen

Noch stehen die Zahlen des Haushaltsplans 2020 nicht detailliert fest, aber der Kämmerer kann schon verraten, dass er nicht ausgeglichen sein wird. Mit diesem Problem hatten auch andere Kommunen im ersten Jahr der Umstellung zu kämpfen. „Wir haben uns deswegen für den spätesten möglichen Umstellungszeitpunkt entschieden, weil wir dadurch die meiste Zeit für die Vorarbeiten hatten“, so Roller.

Die Gemeinderäte wurden bei einer Klausurtagung im Herbst vergangenen Jahres über die Grundlagen der Doppik informiert. „Wir haben unsere Ratsmitglieder immer wieder über die Projektfortschritte unterrichtet und werden ihnen bei den Etatberatungen zur Seite stehen. Der neue Haushaltsplan wird auch zusätzliche Erläuterungen enthalten, um auch der Öffentlichkeit den Übergang zu erleichtern“, erklärt Lars Roller.

 
 
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