Es ist still geworden um das Thema Pflegestützpunkt in Hohenhaslach, nachdem nach einigem Hin und Her das dafür vorgesehene Grundstück im Bereich der Alten Mühle an der Freudentaler Straße als Angebot vom Verkäufer zurückgezogen worden war und nicht mehr zur Disposition stand.
Sachsenheim Altes Leitungsrecht vereitelt Fortschritt
Erst nach Löschung im Grundbuch könnte es mit den Plänen weitergehen.
Dies war der vorübergehende Schlusspunkt einer langen, mehrere Jahre währenden Geschichte um die Ansiedlung eines Bauprojekts, welches neben Betreutem Wohnen mit 30 Einheiten auch Tagespflegeplätze sowie Büroräume für die Kirchliche Sozialstation und einen Gemeinschaftssaal, der auch Vereinen und Gruppierungen zur Verfügung gestellt werden sollte, vorsah. Dass Bedarf für eine solche Einrichtung in Sachsenheims Teilort besteht, daran bestand zu keiner Zeit ein Zweifel.
Zuletzt hatte es in den Sommermonaten Gespräche über einen alternativen Baugrund mit einer Erbengemeinschaft in Hohenhaslach gegeben, diese verliefen jedoch bis dato weitgehend fruchtlos, sodass Stand heute das Projekt nach wie vor seiner Verwirklichung harrt.
Bürgermeister Holger Albrich zeigte sich damals, im Juni, optimistisch, was die Realisierung des Stützpunktes anbelangte, und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass man schon bald Konkretes über die Grundstücksgespräche würde bekannt geben können. Für eine aktuelle Einschätzung der Lage konnte die BZ den Rathauschef am Freitag trotz wiederholter Versuche jedoch nicht erreichen.
Hans Kübler vom Investor FWD Hausbau GmbH sieht die aktuelle Lage vorsichtig optimistisch, die Gespräche mit der Erbengemeinschaft seien positiv zu werten. Da eines der drei zur Disposition stehenden Grundstücke jedoch von einem alten Leitungsrecht durch einen früheren Energieversorger tangiert werde, müsse eine Löschung dieses Rechts aus dem Grundbuch bewirkt werden. Daher liege die Angelegenheit beim Grundbuchamt in Heilbronn, wo der ehemalige Versorger seinen Sitz hatte. Wann die Löschung vonstatten gehe, könne er Stand heute jedoch nicht sagen, so Kübler.
