In Zeiten angespannter Haushaltslage der Stadt müssen die Ortschaftsräte Sachsenheims immer mehr über das eigene Stadtteilbudget finanzieren. Darüber erhalten die Stadtteile jeweils einen Sockelbetrag von 3000 Euro. Weitere 10.000 Euro werden nach den Einwohnerverhältnissen der Sachsenheimer Stadtteile verteilt. Auch in der jüngsten Sitzung des Spielberger Ortschaftsrates stand das Stadtteilbudget im Zentrum der Aufmerksamkeit. Rund 7100 Euro hat Spielberg derzeit angespart und zur Verfügung.
Sachsenheim Bahnhöfle soll bald eröffnet werden
Die Spielberger Ortschaftsräte setzen Geld für die Instandsetzung des Bahnhöfles ein. Außerdem soll ein neues Spielgerät für den Spielplatz gekauft werden.
Einweihung im Herbst
Damit sollen unter anderem die Restarbeiten am Bahnhöfle umgesetzt werden. Wenn die Witterung mitspielt, soll es im Herbst eingeweiht werden soll. Unter der Federführung von Ortschaftsrat Gerhard Wenzelburger war zuletzt der Innenausbau weitgehend abgeschlossen worden. „Sobald das Wetter besser wird und die Temperaturen wärmer werden, kann der Außenputz aufgebracht werden. Auch die alten Dachziegel konnte ich verkaufen und werde den Erlös in den Außenputz investieren“, erklärte Wenzelburger. Mit einem Ziegelrestbestand soll ein Habitat für Eidechsen geschaffen werden.
Zudem wird auch noch das Spielberger Wappen im Innenbereich des Bahnhöfles an den Wänden aufgebracht. Wenzelburger will im Außenbereich des Bahnhöfles am Fontanisbrunnen mit Hilfe von Trockenmauern das Gelände etwas einebnen, um die ebenfalls vom Ortsteilbudget finanzierte Sitzgelegenheit aufstellen zu können.
Rastplatz für Reisende
Die Versetzung des einstigen Buswartehäuschens von der Landestraße zwischen Ochsenbach und Hohenhaslach an die öffentliche Freifläche am Fontanisbrunnen hatten die Spielberger Ortschaftsräte in Eigenleistung auf die Beine gestellt. Dessen Wiederaufbau sowie Instandsetzung als künftigen Rastplatz für Radfahrer und Wanderer haben die Ortschaftsräte nur mit Hilfe des Stadtteilbudgets realisieren können.
Unweit des Fontanisbrunnes auf dem Spielplatz der Spielberger Freizeitanlage wollten die Ortschaftsräte ebenfalls für mehr Attraktivität sorgen und konnten Spendengelder für die Anschaffung eines neuen Kletter-Spielgeräts generieren. Doch um dieses Spielgerät ordnungsgemäß auf dem Spielplatz aufstellen und montieren zu können, sind weitere Arbeiten nötig, welche die Stadt aufgrund der aktuell angespannten Haushaltslage nicht finanzieren kann.
Spielgeräte sind zu teuer
„Mir wurde mitgeteilt, dass für keinen Spielplatz im Stadtgebiet derzeit ein neues Spielgerät angeschafft oder aufgestellt werden kann. Die Verantwortlichen der Stadt haben die Kosten für Kauf, Montage und Einbau auf rund 23.000 Euro geschätzt“, teilte die Spielberger Ortsvorsteherin Viola Lepp in der Ortschaftsratssitzung mit. Ihre Gremiumsmitglieder regten an, bei ortsansässigen Bauunternehmen Vergleichsangebote für die notwendigen Arbeiten einzuholen. Zudem soll überlegt werden, ob eventuell ein kleineres Kletter-Spielgerät erworben wird, um die Kosten zu reduzieren. Ortschaftsrätin Melanie Ott schlug vor, eine Spendenveranstaltung für das neue Spielgerät und seinen Einbau in Spielberg durchzuführen, deren Erlös voll und diesem Zweck zugutekommen solle. Auch über diese Idee wollen die Gremiumsmitglieder noch näher beraten.
Bouleplatz muss saniert werden
Der Bouleplatz der Freizeitanlage ist ebenfalls etwas in die Jahre gekommen. Die letzte Erneuerungsmaßnahme hatte der ehemalige Spielberger Gemeinderat Hugo Ulmer koordiniert. Ortsvorsteherin Lepp will bei ihm nachhören, was gemacht werden müsse und wer für den Bouleplatz zuständig sei. „Sicherlich geht es nur um geringe Kosten, die wir auch über das Stadtteilbudget finanzieren könnten“, ergänzte Ortschaftsrat Wenzelburger.
