Sachsenheim Bauarbeiten erst im Herbst und Winter

Von Michaela Glemser
Bis es die Radwegeverbindung im Kirbachtal gibt ziehen noch einige Monate ins Land Foto: /Martin Kalb

Bei der Radwegeverbindung zwischen dem Kirbachhof und Häfnerhaslach ist ein langer Atem gefragt. 

In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats von Häfnerhaslach erkundigte sich ein Einwohner des Kirbachtalorts wieder nach dem Ausbau der Radwegeverbindung zwischen dem Kirbachhof und Häfnerhaslach, die seit nunmehr über fünf Jahren Ziel der Bemühungen der Ortschaftsräte und der Verantwortlichen der Stadtverwaltung Sachsenheim ist. Nachdem die Ergebnisse eines faunistischen Gutachtens für besagten Streckenabschnitt, der über einen Forstweg unterhalb des Kirbachhofs führt, vorliegen, müssen noch die notwendigen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für den Ausbau des Radwegs abgestimmt werden.

Ausgleichsmaßnahmen müssen noch abgestimmt werden

„Dafür ist die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ludwigsburg zuständig, mit deren Fachleuten wir die Ausgleichsmaßnahmen festlegen müssen. Natürlich versuchen wir diese so gering wie möglich zu halten“, erklärt der Pressesprecher der Stadt Sachsenheim, Arved Oestringer, auf Anfrage. Dies machte auch Sachsenheims Bürgermeister Holger Albrich in der Ortschaftsratssitzung deutlich, der darauf verwies, dass der Streckenabschnitt bereits als Forstweg genutzt werde und nur für die Radfahrer befahrbar gemacht werden solle. „Wenn für diese Maßnahme ein Ausgleich notwendig ist, sollte er so minimal wie möglich umgesetzt werden“, betonte Albrich. Bereits im Jahr 2023 hatten die Verantwortlichen der Stadt Sachsenheim gemeinsam mit den Vertretern der Gräflich Nesselrodeschen Gutsverwaltung, durch deren Privatwald der Forstweg verläuft, nach langen Verhandlungen einen entsprechendem Gestattungsvertrag ausgehandelt und unterzeichnet. Im Vertragswerk waren Fragen der Verkehrssicherungspflicht, der Ertüchtigung des Weges und der Sicherstellung des ungestörten Forstbetriebs genau geregelt worden.

Von Februar bis September 2024 schließlich wurde das faunistische Gutachten durchgeführt, dessen Auswertung sich aus Krankheitsgründen des zuständigen Gutachters lange verzögerte.

Besagter Forstweg muss nicht nur ausgebessert, sondern an einigen Stellen auch gering verbreitert werden. Umgesetzt werden kann das Vorhaben allerdings nur in der Ruhephase der Vegetation. „Dies bedeutet im Herbst und Winter dieses Jahres soll die Fahrradwegeverbindung endlich hergestellt werden, wobei der Weg auch jetzt schon von Fahrradfahrern genutzt werden kann, allerdings wird er nach der Maßnahme richtig fahrradtauglich sein“, schildert Pressesprecher Oestringer. Bleibt zu hoffen, dass in diesem Jahr das Bauvorhaben auch endlich realisiert werden kann, denn auch in den vergangenen Jahren hatten alle Beteiligten immer auf eine Ausführung in der Ruhephase der Vegetation gehofft. Bisher hatten sich Radfahrer über den groben Schotter auf besagter Wegstrecke beklagt, der eine Fahrradtour ins obere Kirbachtal nicht zum Vergnügen macht.  

 
 
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