Sachsenheim „Birkenfeld“: Erschließung geht voran

Von Markus Wirth
Der Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet „Birkenfeld“ gehen zügig voran. Weiterhin gute Rahmenbedingungen vorausgesetzt, könnte mit der Bebauung der ersten Grundstücke wie geplant im Spätsommer begonnen werden. Foto:  

Das größte der drei aktuellen Neubaugebiete wird aktuell erschlossen und liegt im Zeitplan.

Auch wenn der Zensus von 2022 auf Grund eines Erhebungs- beziehungsweise Verfahrensfehlers in der Fortschreibung etwas anderes suggeriert: Sachsenheim wächst seit Jahren stetig und wird voraussichtlich bald schon 20.000 Einwohner haben. Die Aufsiedlung von Neubaugebieten und die Schaffung neuen Wohnraums am Rand des Speckgürtels der Region Stuttgart war und ist Gemeinderat und Stadtverwaltung seit Jahren ein Anliegen.

Das jüngste Beispiel der Erschließung von Bauland findet sich ganz im Osten der Stadt, in Kleinsachsenheim, kurz vor der Markungsgrenze zum Bietigheim-Bissinger Stadtteil Metterzimmern. Dort wird derzeit das Neubaugebiet „Birkenfeld“ erschlossen, welches sich nahtlos an das vor einigen Jahren entstandene Gebiet „Ost II“ anschließt, rund drei Hektar groß ist und auf im Endausbau 44 Grundstücken Raum für Ein- und Mehrfamilienhäuser bieten wird.

Baubeginn im Sommer?

Auf der anderen Straßenseite wurde, allerdings schon vor rund 40 Jahren, das Baugebiet „Bleiche/Zeil“ aufgesiedelt, aktuell sind noch zwei weitere Gebiete in Häfnerhaslach („Talaue“) und in Ochsenbach („Hinter den Gärten“) in der Realisierungsphase. Gerade hinsichtlich der Erschließungsarbeiten liege man, wie Nadja Greiner, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Sachsenheim, auf Anfrage der BZ mitteilt, im Zeitplan, und so würden diese „vorbehaltlich äußerer Einflüsse wie beispielsweise Witterung oder Materialverfügbarkeit voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein.“

Damit wäre grundsätzlich auch ein Baubeginn der ersten Grundstücke im August möglich. Bezüglich etwaiger Grundstückspreise könne sie aktuell keine Angaben machen, so Greiner, „denn diese wurden vom Gemeinderat bislang noch nicht festgelegt. Eine entsprechende Beschlussfassung ist jedoch in den kommenden Wochen vorgesehen.“ Fakt sei jedoch, bei der Erarbeitung des Verwaltungsvorschlags werde sich die Stadt an den Preisen vergleichbarer Nachbarkommunen orientieren und es soll auch sozialer Wohnraum inkludiert werden.

Kinderbetreuung inklusive

Im „Birkenfeld“ wird es auch Kinderbetreuung geben. „So ist vorgesehen, Räumlichkeiten für ein sogenanntes ,Kindernest’ bereitzustellen. Die konkreten Ausgestaltungsdetails sowie die Trägerschaft der Einrichtung sind derzeit noch in Abstimmung“, verweist Greiner auf den Status quo der Planungsphase. Ob sich hinsichtlich der Infrastruktur – etwa die Ansiedelung eines Bäckers, Metzgers oder eines Lebensmittelmarktes – etwas tun wird, könne man noch nichts Genaueres sagen. Greiner: „Zu möglichen weiteren Infrastrukturmaßnahmen können aktuell noch keine konkreten Angaben gemacht werden.“

Welche Wohngebiete – neben den drei ausgewiesenen Neubaugebieten – besonders beliebt seien? Dazu könne man seitens der Stadt nicht viel sagen, denn: „Es liegen keine belastbaren Daten darüber vor, in welchen Baugebieten derzeit die meisten Kaufverträge abgeschlossen werden. Tendenziell ist jedoch festzustellen, dass Eigentumswohnungen häufiger ge- und verkauft werden als Einfamilienhäuser“, so Greiner.

Sachsenheim nach wie vor beliebt

Aber die Pressesprecherin hebt hervor, dass sich grundsätzlich insbesondere die Stadtteile Groß- und Kleinsachsenheim aufgrund ihrer guten Infrastruktur sowie der verkehrlichen Anbindung nach wie vor einer hohen Nachfrage erfreuten. Aber auch Ochsenbach scheint bei den Häuslebauern attraktiv zu sein, denn im Gewann „Hinter den Gärten“, seien alle Grundstücke bereits seit 2024 vollständig vermarktet. Zu den privaten Grundstücken lägen der Stadt allerdings keine dezidierten Informationen vor. Für die „Talaue“ in Häfnerhaslach mit ihren 13 projektierten Wohneinheiten – in Ochsenbach sind es 22, im Birkenfeld 44 – würden andere Rahmenbedingungen der Vermarktung gelten: Der Teilort sei etwas weiter vom Zentrum entfernt, außerdem kämen aktuell Herausforderungen wie die wirtschaftliche Allgemeinlage auf die künftigen Hausherren zu. Dennoch habe auch hier das Bauen begonnen, weitere Baugrundstücke befänden sich im Verkauf. Allerdings stellt das Areal auch das Ende der Fahnenstange dar, denn die „Talaue“ werde auf absehbare Zeit das letzte bebaubare Gebiet in Häfnerhaslach sein.

 
 
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