Die beiden Aggregate des Blockheizkraftwerks im Schulcampus an der Oberriexinger Straße sind, nach rund 30 Jahren im Einsatz, in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung brachte das Gremium diese Investition in Höhe von rund 430.000 Euro, hinzu kommen noch weitere etwa 84.000 Euro an Honoraren des mit den Planungen betrauten Ingenieurbüros Midiplan, zur Sprache.
Sachsenheim Das Erscheinungsbild auch künftig erhalten
Der Gemeinderat beschäftigt sich mit der baulichen Zukunft der Stadtmitte, stimmt für eine Heizanlage in der Schule und einen Abrechnungs-Dienstleister.
Simon Michel, Leiter des Teams Infrastruktur und Umwelt, unterrichtete das Gremium und die Gäste darüber, dass eines der Aggregate der Anlage aufgrund des Alters und auch technischer Schwierigkeiten wegen bereits stillgelegt worden sei, und auch das zweite Aggregat „wird in den kommenden zwei bis drei Jahren seine Verschleißgrenze erreichen.“
Wärmepumpe nicht lohnenswert
Im Vorfeld der Überlegungen standen folgende Alternativen: entweder die Erneuerung beider Aggregate, fakultativ die Erneuerung nur eines der beiden Antriebe, dafür aber zuzüglich der Installation einer Wärmepumpe oder aber die Erneuerung beider Anlagen plus einer Wärmepumpe. Die Installation einer solchen, so Michel, „hat sich als wirtschaftlich nicht lohnenswert herausgestellt“, weshalb man dem Rat die Erneuerung beider Aggregate zum anfangs genannten Preis vorschlage, was einhellig angenommen wurde.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt befasste sich mit dem Gestaltungsleitfaden für die Gebäude im Sanierungsgebiet „Innenstadt Großsachsenheim“. Steffen Schurr, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung, hob hervor, dass dieser Leitfaden in einem Spannungsfeld stehe, einerseits gehe es darum, die Einheitlichkeit und Harmonie des Innenstadtbereichs zu stärken, „andererseits muss er den sich verändernden Bedürfnissen der Bewohner und Eigentümer entgegenkommen.“ Neben einem gewissen Spielraum sehe das Konzept neue Bauformen vor, die sich harmonisch in das gewachsene Stadtbild fügten. Roller: „Für ein harmonisches und geschlossenes Erscheinungsbild der Innenstadt sollen die Gebäude gemeinsamen Gestaltungsprinzipien folgen, trotz individueller Merkmale. Dabei soll auch die vorhandene historische Struktur Großsachsenheims durch historische Bauten gut ablesbar sein.“ Der Gestaltungsleitfaden wurde bei zwei Enthaltungen mehrheitlich zur Kenntnis genommen. Der Wechsel des Dienstleisters, der künftig für die Entgelt- und Bezügeabrechnung verantwortlich zeichnet, geschah indes einstimmig. Künftig wird dies – für Kosten von 85.000 Euro im Jahr – die Firma Komm.ONE übernehmen, nachdem die Stadt Ludwigsburg als bisheriger Dienstleister in diesem Bereich die Zusammenarbeit mit der Stadt Sachsenheim per 31. Dezember aufgekündigt hatte.
Mehrere Dienstleister angefragt
Im Vorfeld hatte die Gemeindeverwaltung verschiedene Dienstleister angefragt gehabt, doch, so Inga Mollerus vom Rechnungsamt, ein Teil habe erst gar nicht auf die Anfrage reagiert, andere mit dem Argument abgewunken, der Stadtverwaltung Sachsenheim mit ihren mehr als 400 Mitarbeitern, auch verbunden mit fehlenden Kenntnissen im Tarif- und Beamtenrecht, keine adäquaten Leistungen anbieten zu können. Daher sei die Wahl auf Komm.ONE gefallen. Gemeinderat Lars Weydt, CDU, sagte, einen externen Dienstleister für eine Stadt in der Größe Sachsenheims zu beauftragen sei üblich, er wollte jedoch wissen, ob man im Vorfeld auch die Großen der Branche, er nannte exemplarisch Lexmark und Datev, angefragt habe.
Inga Mollerus: „Diese beiden Unternehmen hatten bereits im Vorfeld abgesagt gehabt, da sie keine Kenntnisse in der Beamtenabrechnung besitzen und dies für sie Neuland gewesen wäre.“
Monika Hörer, SfS, bedauerte, die Abrechnungen nicht selbst tätigen zu können. Sie fragte, ob es denn Kommunen gebe, die bereits mit Komm.ONE Erfahrungen gemacht hätten und wie diese aussähen? Mollerus verwies auf die Stadt Ludwigsburg, dort sei man bislang mit den Dienstleistungen dieses Unternehmens zufrieden.
