Die Landesstraße L 1110 zwischen Ochsenbach und Güglingen/Eibensbach erhitzt weiterhin die Gemüter, besonders im Stadtteil Ochsenbach. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung monierte ein Bürger, dass jetzt auf weiten Teilen besagter Straße eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer gelte, und Bürger durch Radarkontrollen bewusst zur Kasse gebeten werden. „Es werden am Straßenrand einfach Bäume gefällt und Leitplanken in den Berg geschlagen, ohne dass die Verantwortlichen des Ortschaftsrats und der Stadtverwaltung etwas dagegen unternehmen. Wir dürfen uns das so nicht gefallen lassen“, empörte sich der Bürger.
Sachsenheim Tempo 30 sorgt für Unmut
Der spätere Sanierungsstart der L 1110 zwischen Ochsenbach und Güglingen findet wenig Zustimmung bei den Bürgern.
Keine Vorab-Information
Der Ochsenbacher Ortsvorsteher Alexander Weiß gab dem Bürger in einigen Punkten Recht, denn über die durchgeführten Maßnahmen an der Landesstraße war vorab nicht informiert worden.
Sachsenheims Bürgermeister Holger Albrich machte deutlich, dass für die Maßnahmen unter anderem die Fachleute der Unteren Verkehrsbehörde zuständig seien, und die Vertreter der Stadt dabei immer auf die Belange Sachsenheims aufmerksam machten. Eigentlich hätte die Sanierung der L 1110 noch in diesem Jahr begonnen werden sollen. Die Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart teilten aber mit, dass die Erneuerungsmaßnahme nun erst im Frühjahr 2026 durchgeführt werden wird (die BZ berichtete). Dabei muss nicht nur die Fahrbahndecke saniert, sondern auch die Stützwände instandgesetzt, die Straßenentwässerung ertüchtigt und die gesamte Straßenausstattung auf Vordermann gebracht werden.
Die Arbeiten auf einer Strecke von rund 3,5 Kilometern sind nur möglich, wenn die Straße für die Bauphase voll gesperrt wird. Da jüngst die Landesstraße für Forstarbeiten bereits für den Verkehr gesperrt war, haben die Fachleute der zuständigen Straßenmeisterei die Strecke genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden weitere Schäden wie Setzungen, Randabbrüche und Verdrückungen festgestellt. Daher muss die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer auf weitere Teilabschnitte der Straße ausgedehnt werden. Die Fachleute der Straßenmeisterei werden außerdem die Strecke in der kalten Jahreszeit regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kurzfristige Erhaltungsmaßnahmen durchführen. Für die betroffenen Bürger, die noch auf eine Erneuerung der Straße in diesem Jahr gehofft hatten, ist dies wenig zufriedenstellend. Ortschaftsrätin Eveline Thudt hatte in einer früheren Sitzung erläutert, dass die Leitplanken zum Schutz vor Steinschlag dienen sollen und Bäume gefällt werden mussten, um Schutzmauern erstellen zu können.
