Sachsenheim Dynamisches Wachstum an den Schulen

Von Michaela Glemser
Dem Bedarf Rechnung tragen: An der Grundschule Kleinsachsenheim sollen die Ganztagsangebote ausgebaut werden Foto: Helmut Pangerl

Der aktualisierte Schulbedarfsplan prognostiziert eine Verdoppelung der Schülerzahlen an allen Lehranstalten.

Auch in den kommenden 10 bis 15 Jahren bescheinigt Wolfgang Straub der Stadt eine wachsende Bildungslandschaft, denn die Kinderzahlen sollen sich weiter dynamisch entwickeln. Der Experte eines Unternehmens aus Bonn hat für Sachsenheim den Schulentwicklungsplan für die nächsten Jahre aktualisiert und in der Gemeinderatssitzung vorgestellt.

Zuzug junger Familien als Grund

In der Stadt gibt es demnach einen starken Anstieg der Bevölkerungszahlen seit dem Jahr 2010, der mit einem Plus von 11 Prozent über dem Landes- (5,4 Prozent) und Kreisdurchschnitt (6.9 Prozent) liegt. Ursache dafür sind aber nicht hohe Geburtenzahlen in Sachsenheim, sondern der Zuzug junger Familien mit Kindern.

Die Auswirkungen sind in den drei Grundschulen der Stadt zu spüren, deren Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2019/2020 kontinuierlich ansteigen und bis 2029/2030 einen Höchststand mit 879 Schülern erreicht haben sollen. An der Kirbachschule in Hohenhaslach wird die Zweizügigkeit der Grundschule erhalten bleiben, denn die Schülerzahlen sollen sich von insgesamt 152 im kommenden Schuljahr auf 205 im Schuljahr 2029/2030 erhöhen und anschließend wieder leicht sinken. Acht Klassen werden in allen Schuljahren, nach den Berechnungen von Straub, zustande kommen, lediglich für 2030/2031 kalkuliert er nur eine erste Klasse mit 34 Kindern. An der Grundschule in Kleinsachsenheim gibt es leichte Schwankungen bei den Schülerzahlen mit einem Höchststand mit 173 Schülern in 2026/2027, bevor die Zahlen sich ab 2030/2032 auf dem heutigen Niveau mit 152 Schülern einpendeln.

Im Gegensatz dazu wächst die Grundschule an der Gemeinschaftsschule am Sonnenfeld in Großsachsenheim bereits jetzt in die Fünfzügigkeit hinein – mit einem Höchststand von 514 Schülern in den Jahren 2030 und 2031.

Auch die Kraichertschule soll sich auf konstantem Niveau mit insgesamt rund 39 bis 43 Schülern in vier Klassen weiterentwickeln. Bei den Übergängen in die weiterführenden Schulen wächst das Gymnasium mit einem Anteil von 45 Prozent kontinuierlich an.

Rund 27 Prozent der Schüler aus der Stadt besuchen weiterhin die Eichwald- Realschule, 21 Prozent das Lichtenstern-Gymnasium und 24 Prozent die Gemeinschaftsschule am Sonnenfeld. Der Anteil der Aufnahmen von auswärtigen Schülern an den weiterführenden Bildungseinrichtungen in Sachsenheim erreicht einen Wert von rund 31 Prozent, wobei vor allem die Werkrealschule in Hohenhaslach mit einem Anteil externer Aufnahmen von über 70 Prozent zu einem Großteil von den Schülern aus den umliegenden Gemeinden lebt.

Rund 260 Schüler mehr als heute

Insgesamt werden die Sekundarstufe I an Sachsenheimer Schulen im Jahr 2030/2031 rund 260 Schüler mehr besuchen als heute, wobei der stärkste Zuwachs die Gemeinschaftsschule mit einer Verdopplung der Zahlen verzeichnet. Dafür werden neue Räume benötigt, für deren Bau Standorte südlich des Friedhofs oder als Anbau an die Realschule in Frage kommen. Acht neue Klassenzimmer könnten im Anbau an die Realschule entstehen. Möglich ist auch ein Neubau mit acht Klassenzimmern, in den gänzlich die Kraichertschule mit ihren vier benötigten Klassen umzieht, sodass das Gebäude von der Grundschule genutzt werden kann. Außerdem empfahl Straub, die Werkrealschule der Kirbachschule in eine zweizügige Realschule umzuwandeln und die Ganztagsangebote an der Grundschule Kleinsachsenheim und der Kirbachschule auszubauen.

 
 
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