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Sachsenheim Ein Tag im Zeichen der blauen Zwerge
180 Kinder spielen, basteln und singen gemeinsam beim Waldheim der evangelischen Kirchengemeinde.
usgelassen springt Liv über die Wiese auf dem Gelände des evangelischen Lichtenstern Gymnasiums. Der Zehnjährigen ist anzusehen, dass sie viel Spaß hat und ihre Zeit im Waldheim in vollen Zügen genießt. „Ich bin schon zum vierten Mal dabei und finde es großartig, dass ich die Tage vom Frühstück bis zum Abendessen gemeinsam mit meinen Freunden verbringen kann. Einige Mädchen und Jungen kenne ich schon aus der Schule, aber ich schließe hier auch schnell neue Freundschaften“, erzählt die Kleinsachsenheimerin.
Liv ist ganz begeistert vom diesjährigen Thema des Waldheims, das sich rund um die Schlümpfe dreht. 180 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren tauchen in den ersten beiden Augustwochen von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 17.30 Uhr in die Welt der kleinen, blauen, cleveren Wesen mit den weißen Mützen ein. „Der biblische Bezug ist uns dabei auch sehr wichtig und in diesem Jahr dient uns dazu die Geschichte des Zachäus, der als Zöllner ein Außenseiter war und dem sich Jesus angenommen hat“, erzählt Lisa Hennig vom achtköpfigen Leitungsteam des Waldheims. Ähnlich sei auch Schlumpfine, die vom Zauberer Gargamel erschaffen wurde, zunächst allein unter den Schlümpfen, bis sich Papa Schlumpf um sie gekümmerte habe.
„Jeder soll gesehen werden“
Die Kinder können Schlümpfe aus Pappkarton basteln, Figuren mit Bügelperlen herstellen, Schlumpfmasken aus Gips anfertigen, in der Tanz-AG einen Schlumpftanz einstudieren und lustige Spiele miteinander bestreiten. „Es ist uns wichtig, dass die jungen Teilnehmer ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, das Miteinander leben und auch auf ihre Kommunikation untereinander achten. Jeder soll im Waldheim gesehen und gehört werden“, betont Maximilian von Witzleben vom Leitungsteam. Insgesamt 36 Betreuerinnen und Betreuer kümmern sich um die Kinder. Ihnen steht bei Fragen und Problemen die Jugendreferentin der evangelischen Kirchengemeinde, Birte Treiber, mit Rat und Tat zur Seite.
„Nach dem Waldheim ist jedes Jahr vor dem nächsten Waldheim, denn es gilt vieles vorzubereiten. In unserem Sprungbrett-Team sind die älteren Teilnehmer, die später in Schulungen, auch mit pädagogischem Hintergrund, zu Betreuern ausgebildet werden“, macht André Cupal vom Leitungsteam und Vorsitzender des Kirchengemeinderats der evangelischen Kirchengemeinde Großsachsenheim deutlich. Viele der Betreuer waren selbst von klein auf im Waldheim begeistert mit von der Partie.
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine kleine Warteliste für die begehrten Teilnehmerplätze, die primär Kindern aus dem ganzen Stadtgebiet Sachsenheim vorbehalten sind. In diesem Jahr durften sich die Organisatoren des Waldheims neben der Unterstützung von Hauptsponsor Dürr Systems und weiteren ortsansässigen Firmen auch über das Engagement eines Vaters von fröhlichen „Waldheimkindern“ freuen.
Wolfgang Hölzle arbeitet ehrenamtlich nicht nur im Küchenteam mit und bereitet für Kinder und Betreuer Frühstück, Mittagessen und Abendbrot zu, sondern durch seinen ehrenamtlichen Einsatz hat er auch eine Förderung in Höhe von 2000 Euro bei seinem Arbeitgeber Amprion GmbH generiert, die im Rahmen eines innerbetrieblichen Programms ehrenamtliches Engagement ihrer Mitarbeiter honoriert.
Für diesen Betrag konnten in diesem Jahr die gelben T-Shirts aller Teilnehmer erworben werden, die auch ein Schlumpf-Logo zieren und die äußerer Ausdruck des Zusammenhörigkeitsgefühls sein sollen.
Gottesdienste inklusive
Bestandteile des Waldheim-Programms sind gemeinsame Gottesdienste und das tägliche Anspiel, das die Kinder in den gemeinsamen Tag begleiten soll. „Wir wollen den Kindern auch gewisse christliche Werte weitergeben und dazu gehört es, gemeinsam zu beten und miteinander Lieder zu singen“, berichtet Hennig. Bereits seit dem Jahr 1999 findet das Waldheim auf dem Gelände des Lichtenstern-Gymnasiums statt.
