Sachsenheim Ein Treffpunkt der Generationen

Von Michaela Glemser
Bei der geplanten Veranstaltungsreihe „Lebendiger Schlossgarten“ wäre auch Qigong oder Yoga denkbar. Auf jeden Fall sollen die Aktionen das Miteinander der Generationen fördern und isoliert lebende ältere Menschen mit einbeziehen. Foto: /Anna Philipzik

„Lebendiger Schlossgarten“: Im Sommer 2027 soll der Sachsenheimer Grünzug zum Schauplatz wechselnder Aktionen  werden.

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as Haus der Senioren und der Schlossgarten sollen in der warmen Jahreszeit im kommenden Jahr 2027 Treffpunkt der Generationen werden. Unter dem Motto „Lebendiger Schlossgarten“ sucht die Seniorenbeauftragte der Stadt, Nicole Raichle, Ideen von Vereinen, Organisationen und Gruppierungen in der Stadt, die unterschiedliche Angebote im Schlossgarten oder im Haus der Senioren umsetzen möchten. „Wir haben bei unserem regelmäßigen ‚Runden Tisch‘ für die Belange der Senioren überlegt, wie wir den Schlossgarten und das Haus der Senioren für die Generation 50plus attraktiver gestalten könnten“, erklärt Raichle.

„Sorgende Gemeinschaft“ fungiert als Impulsgeber

Entwickelt wurde das Konzept einer sogenannten „Sorgenden Gemeinschaft“, ein Netzwerk aus Vertretern der Bürgerschaft, der Stadtverwaltung, der Kirchen, der Pflegeheime und der Kirchlichen Sozialstation sowie von Vereinen und Gruppen, die allesamt zusammenwirken, um Seniorinnen und Senioren aus ihrer Isolation zu holen und die Generationen miteinander in Kontakt zu bringen. Die „Lange Tafel“, die vor einigen Wochen im Garten des Pflegeheims „Sonnenfeld“ mit einem Weißwurstfrühstück stattfand, zu dem auch alle Anwohner eingeladen waren, war ein Projekt im Zuge dieser „Sorgenden Gemeinschaft“. Ein weiteres soll der „Lebendige Schlossgarten“ werden und ist für die warmen Monate im Jahr 2027 angedacht. „Wir versuchen zu erreichen, dass jede Woche eine Aktion im Schlossgarten stattfindet. Unsere Zielgruppe sind dabei nicht nur Senioren, sondern auch jüngere Menschen“, erläutert die Sachsenheimer Seniorenbeauftragte.

Durch die Aktionen im Schlossgarten sollen die Hemmschwellen für die Generationen, miteinander in Kontakt zu treten und aus der Einsamkeit herauszukommen, möglichst niedrig gehalten werden. Raichle hat in diesem Zusammenhang auch auf Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Quartiersimpulse“ des Landes Baden-Württemberg gehofft, durch das der Aufbau einer „Sorgenden Gemeinschaft“ finanziell unterstützt werden kann. „Leider wurde unser Förderantrag nicht bewilligt, sodass wir unsere Projekte kostengünstig umsetzen müssen“, macht Raichle deutlich.

Ihr kommt es in erster Linie auch darauf an, die Bedürfnisse und Wünsche von isoliert lebenden älteren Menschen in Sachsenheim herauszufinden.

Bedürfnisse und Wünsche älterer Menschen eruieren

Dies soll mit Hilfe von Fragebögen oder Gesprächen geschehen. Über persönliche Kontakte sollen diese ausfindig gemacht und eingebunden werden. Entsprechende Angebote für die Betroffenen sollen beim „Lebendigen Schlossgarten“ im kommenden Jahr besondere Berücksichtigung finden.

Dies können unter anderem Yogaübungen an der frischen Luft, gemeinsame Picknicks, Rollator-Spaziergänge oder interessante Workshops wie Einführungen in die Aromatherapie sein.

„Wir hoffen nun, dass viele Menschen aus der Stadt mitmachen und sich mit ihren Ideen an der Aktion beteiligen. Es handelt sich um einmalige Angebote zu festen Zeiten, um möglichst viele Ehrenamtliche anzusprechen“, betont Raichle. Eingereicht werden können die Vorschläge für den „Lebendigen Schlossgarten“ über ein Formular, das auf der Homepage der Stadt bereitsteht. „Natürlich soll dieser „Lebendige Schlossgarten“ auch Hilfe zur Selbsthilfe sein und im Idealfall können einzelne Angebote weitergeführt werden“, wünscht sich die Sachsenheimer Seniorenbeauftragte. Raichle hofft auf rege Teilnahme und den Eingang von zahlreichen Angeboten für den „Lebendige Schlossgarten“ im kommenden Jahr. Daran können sich, darauf weist Raichle ausdrücklich hin, nicht nur Vereine, Organisationen und Gruppierungen beteiligen, sondern auch Privatpersonen aus der Stadt. Ende September dieses Jahres wollen sich die Teilnehmer des „Runden Tischs“ mit den Ideen und Vorschlägen näher befassen, um in die konkreteren Planungen einsteigen zu können.

Das Haus der Senioren im Schlossgarten wurde im Jahr 1976 erstellt und 2024 wurden die Bodenbeläge erneuert sowie eine Deckenheizung installiert. Weitere energetische und technische Ertüchtigungen sowie Gestaltungen für die Barrierefreiheit sind geplant. Der Schlossgarten selbst befindet sich seit dem Jahr 1951 im Besitz der Stadt.

 
 
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