Eine Katzenpension der besonderen Art präsentiert Birgit Gröschel mit hellen und großen Räumen im Sachsenheimer Holderbüschle. In rund sechs Monaten sind in dem Gebäude aus Büroräumen ansprechende Katzenzimmer entstanden, die liebevoll mit jeder Menge Katzenutensilien eingerichtet wurden. Was noch fehlt sind die Bewohner, aber, die ziehen in diesen Tagen in die neue Unterkunft ein.
Sachsenheim Ein Wohlfühlheim für Samtpfoten
Im Sachsenheimer Gewerbegebiet Holderbüschle eröffnet Birgit Gröschel eine Katzenpension. Auf über 100 Quadratmetern ist alles für die Stubentiger vorbereitet.
Jedes Zimmer hat einen eigenen Charakter. Für das sogenannte Paradies-Zimmer hat Gröschel bei der Belegung zwei Katzen vorgesehen. An den Kratzbäumen sind Ruheplätze angebracht. Die Stubentiger können dort nach Herzenslust ausspannen. An dem Fenster ist ein Käfigvorbau montiert. So können die Samtpfoten dort auf Ruheinseln, quasi im Freien, dem Treiben hinter dem Haus zuschauen.
„Futter ist ein heikles Thema“
Was sofort auffällt: In jedem Zimmer stehen Trinkbrunnen und Futterschälchen. „Futter ist ein heikles Thema“, sagt Gröschel. Nassfutter müssen die Katzenhalter selbst mitbringen. Gröschel kennt sich bestens aus, sie ist auch Futterberaterin für Katzen und Pferde. Katzen seien von Natur aus Fleischfresser und müssten viele tierische Proteine aufnehmen, sagt sie. In jedem Zimmer stehen zudem mindestens zwei Katzenklos mit Klumpstreu und Saugstreu.
Ein Spielbereich im geräumigen Gang, bietet den Katzen viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten. In offenen Holzkisten, die an der Wand befestigt sind, können sich die Katzen ganz nach Belieben zurückziehen.
Beruhigende Duftstoffe
Im Großen Zimmer sind einige Baumstämme mit Ruheplätzen montiert. Nach Auskunft von Gröschel können hier sechs bis sieben Katzen nach Herzenslust herumtollen, sich in einem Spielhaus verstecken, auf die Bäume klettern, Kratzbäume bearbeiten oder am Katzenspielzeug die Zeit vertreiben. Von diesem Zimmer aus geht direkt es auf eine geräumige, komplett vergitterte Terrasse. Dort können die Katzen auf Klettergerüsten herumtollen, sich in Höhlen zurückziehen oder an einem solarbetriebenen Springbrunnen trinken. Gröschel arbeitet auch mit Pheromonen. Diese Duftstoffe haben eine beruhigende Wirkung auf Katzen, erklärt sie. Über LED-Bänder kann für die Katzen in einem Zimmer angenehmes grünes oder blaues Licht eingeschaltet werden.
Tägliches Wohlfühlprogramm
Dieses tägliche Wohlfühlprogramm, wie es Gröschel nennt, soll mit beruhigendem Farblicht, Entspannungsmusik und bei Bedarf mit homöopathischer Unterstützung für bestmögliches Wohlbefinden der Samtpfoten sorgen. Im sogenannten Labyrinth-Zimmer sind ebenfalls jede Menge Klettermöglichkeiten für die Katzen an der Wand angebracht. Kurz und gut, Katzen können sich hier rundum wohlfühlen, haben jede Menge Abwechslung und auch Rückzugsmöglichkeiten.
Sachkundeprüfung abgelegt
Einfach so eine Katzenpension einrichten, geht natürlich nicht. Zuvor musste Birgit Gröschel beim Veterinäramt eine Sachkundeprüfung nach Paragraf 11 Tierschutzgesetz ablegen. „Dafür habe ich zwei Monate streng gelernt“, sagt Gröschel.
Der Bedarf sei groß. Katzen sind sehr individuelle Wesen, sagt sie. Jede Katze sei anders und etwas ganz Besonderes. „Selbst scheue Katzen fassen rasch Vertrauen zu mir“ sagt Gröschel, die sozusagen mit Katzen aufgewachsen ist. In ihrer Familie gab es schon immer Katzen und auch Hunde, sagt sie. Wie es nun zu der Idee mit der Katzenpension kam, ist rasch erklärt. Die Büroräume im Holderbüschle wurden frei. Da ihre Mutter rund 20 Jahre eine Katzenpension betrieb, lag der Gedanke nahe, eine Katzenpension in den Räumen einzurichten.
Erste Anmeldungen sind bereits eingegangen und in diesen Tagen ziehen die ersten Samtpfoten in die Wohlfühloase im Holderbüschle ein. Infos für Katzenbesitzer gibt es auch online.
