Sachsenheim Eine Musikmatinée, die begeistert

Von Jonathan Lung
Bei der Musikmatinee „Tiere in der Musik“ verzückte Giulia Simonte Foto: /Richard Dannenmann

Die Musikschule Bietigheim-Bissingen zeigte im Stadtmuseum die ganze Bandbreite ihres Könnens. Das Thema: Tiere in der Natur – passend zur aktuellen Ausstellung. 

Die Gemeinsamkeit von so unterschiedlichen Stücken wie der „Nilpferd Blues“ von Horst Großnick, „Music for a Bird“ von Hans-Martin Linde, „der Schwan“ von Camille Saint-Saens und „die Kuckucksuhr“ von G.F. Humbert konnte der Besucher am Sonntagvormittag im Sachsenheimer Stadtmuseum kennenlernen: „Tiere in der Musik“ war das Thema der Musikmatinée, die das Museum zusammen mit der Bietigheim-Bissinger Musikschule im Schloss veranstaltete.

Der Anlass war naheliegend: Im Stadtmuseum dreht sich gerade alles um die Tiere der Region: „Mit versteckter Kamera, Einblicke in die heimische Tierwelt“ ist der Titel der Ausstellung, in der insgesamt 60 Werke von Hobby-Fotograf Karl-Hugo Dorner seine Streifzüge durch die Natur der Region illustrieren (die BZ berichtete).

Um musikalisches Element erweitert

In Zusammenarbeit mit der Musikschule wurde die Ausstellung nun um das musikalische Element erweitert – tatsächlich konnte man sich beispielsweise bei der gefühlvoll gespielten „Music for a bird“ auf der Altblockflöte, einem Solo von Nico Eubel, in die Natur versetzt fühlen.

Die Tiere „zum Leben erwecken“, das sei auch das Ziel gewesen, mit dem man sich an die Musikschule gewandt habe, und mit der Frage nach einer „bunten Revue“, erzählte Claudia Papp, die Leiterin des Stadtmuseums. Und von dort kamen die verschiedensten Klassen am Sonntagvormittag in den Großen Saal des Museums.

Entsprechend vielfältig war das Programm: den Anfang machte ein entfernt bekannt vorkommendes Stück: Johannes Wolz spielte „Die Biene Maja“ auf dem Akkordeon. Dann kamen die Jüngsten, die Kinder der musikalischen Früherziehung aus der Klasse von Antje Harloff. Zusammen mit ihrer Lehrerin führten sie, verkleidet und mit Requisiten, das Amsellied auf, ebenso wie „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“. Für einige von ihnen war es das erste Mal auf einer Bühne. Schon oft habe sie die Proben der Gruppen in ihrem Büro gehört, nun endlich auch live, freute sich Papp.

„Der Schwan“ aus Karneval der Tiere wurde dann auf dem Altsaxofon gespielt, begleitet vom Klavier. Auf dem Klavier wurde kurz darauf auch „Glühwürmchen“ gespielt, eigentlich hat das Stück den Titel „Regentropfen“ – Giulia Simonte und Ilona Dari spielten vierhändig. „Tanz der Schmetterlinge“ wurde auf dem Akkordeon gespielt, „Singing Wings: Grasshopper’s Jig“ auf der Harfe.

Das Finale machte dann, wie schon beim Start, eine bekannte Melodie: „The Pink Panther“, im Blockflötenquartett von Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöte gespielt.

Interaktive Ansatz für die ganze Familie

Die Ausstellung, die noch bis zum 25. August läuft, hat dabei bewusst einen interaktiven Ansatz für die ganze Familie: eine Expedition mit dem Revierförster fand bereits statt, ebenso wie Kindererlebnisnachmittage, am 23. Juni wird es einen Naturspaziergang am Benzelsrieder Weiher mit dem NABU geben.

Mit der Musikschule arbeite man öfters zusammen, erzählte Museumsleiterin Papp: oft bei Ausstellungseröffnungen, das letzte Mal bei der Wasserschlossausstellung, das Motto damals: Renaissance-Musik. Papp sieht darin eine „gute Möglichkeit, das Programm zu bereichern“, ein „win-win-Situation“ für das Museum als auch für die jungen Künstler auf der Bühne.

 
 
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