Die artenschutzrechtlichen Untersuchungen und die Windmessungen für die geplanten Windkraftanlagen zwischen Häfnerhaslach und Pfaffenhofen sind inzwischen abgeschlossen. Dennoch kann Heiko Willrett, der Pressesprecher der ZEAG Energie AG mit Sitz in Heilbronn, noch keine Ergebnisse mitteilen. Das Unternehmen plant gemeinsam mit der Gemeinde Pfaffenhofen auf dem Höhenzug an der Gemarkungsgrenze nach Häfnerhaslach zwei Windkraftanlagen mit einer maximalen Höhe von jeweils rund 262 Metern.
Sachsenheim Ertragsgutachten wird erstellt
Die Windmessungen für die Windkraftanlagen zwischen Häfnerhaslach und Pfaffenhofen sind beendet.
Gutachten sollen zum Jahresende abgeschlossen sein
„Die entsprechenden Gutachten werden derzeit fertiggestellt und sollen voraussichtlich bis zum Jahresende vorliegen. Fallen diese positiv aus, wird ein Genehmigungsantrag eingereicht“, machte Willrett auf Anfrage deutlich.
Mit einer Entscheidung der Behörden über diesen Genehmigungsantrag rechnen die Beteiligten frühestens Ende des Jahres 2027. „Nach heutigem Stand wollen wir im Jahr 2028 mit dem Bau beginnen und den Windpark 2029 oder 2030 in Betrieb nehmen“, erläuterte Willrett. Im vergangenen Jahr war das Vorhaben auch in einer öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats Häfnerhaslach bei reger Bürgerbeteiligung ausführlich vorgestellt worden. Betreiber der beiden Anlagen soll die Bürgerenergie Pfaffenhofen GmbH & Co. KG sein, an der die Gemeinde Pfaffenhofen und das Unternehmen aus Heilbronn beteiligt sind. In der Ortschaftsratssitzung hatten damals auch Bürger aus Häfnerhaslach angefragt, ob sie ebenfalls an dieser Bürgerenergie teilhaben könnten. Die Bürgermeisterin von Pfaffenhofen, Carmen Kieninger, stand diesem Wunsch aufgeschlossen gegenüber und wollte diese Frage im weiteren Verfahren klären.
Die für die Windkraftanlagen vorgesehenen Flächen sind 18,5 und 3,1 Hektar groß und müssen über eine Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplans als Sondergebiete „Wind“ ausgewiesen werden. Die Vertreter des Regionalverbands Heilbronn-Franken hatten besagte Areale bei der Ausweisung der Wind-Vorranggebiete nicht berücksichtigt, auf Hänerhaslacher Seite war der Höhenzug auch nicht als Windvorranggebiet des Verbands Region Stuttgart ausgewiesen worden. Am Umspannwerk zwischen Pfaffenhofen und Zaberfeld soll der Netzverknüpfungspunkt sein. Die Anfahrt der notwendigen Baufahrzeuge bei der Errichtung der Windkraftanlagen ist über den Rennweg geplant. Die Fahrbahnbreite soll bei rund sechs Metern liegen. Doch zunächst ist das Ergebnis des Ertragsgutachtens entscheidend für den weiteren Verlauf des Verfahrens.
