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Sachsenheim Für ein aktiveres Leben im Alter
Die Stadt erweitert ihr Angebot für Senioren und veranstaltet am Sonntag, 19. April, die Messe „Generation Plus“ im Kulturhaus.
n der Stadt sind inzwischen rund 22 Prozent der Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahre alt, weiß die Seniorenbeauftragte bei der Stadtverwaltung, Nicole Raichle.
„Wir müssen uns in den Kommunen darauf einstellen, dass die Gesellschaft immer älter wird. Daher haben wir in Sachsenheim für diese Altersgruppe in den vergangenen Jahren ein breites Angebot zu unterschiedlichsten Themen geschaffen“, erklärt Raichle. Die Verantwortlichen der Stadt investieren in die offene Seniorenarbeit, bei der das „Haus der Senioren“ im Schlossgarten ein wichtiger Treffpunkt ist.
Runder Tisch mit Vereinen
Dort wurden einige Sanierungsmaßnahmen wie ein neuer Bodenbelag, eine neue Heizung und Möblierung umgesetzt, um den älteren Menschen bei Vorträgen, Seminaren und Unterhaltungsprogrammen eine echte Wohlfühlatmosphäre zu bieten. „Wir haben auch einen Runden Tisch mit Vertretern von Seniorenangeboten in Vereinen und Institutionen in Sachsenheim eingeführt, um die unterschiedlichen Angebote und Anbieter besser miteinander zu vernetzen, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und auch zu erweitern“, berichtet die Seniorenbeauftragte.
Informatives Programm
Wichtiger Baustein der Öffentlichkeitskampagne für die Belange der älteren Menschen ist auch die Messe „Generation Plus“, die in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2024 am Sonntag, 19. April, von 11 bis 18 Uhr im Kulturhaus stattfindet. „Das Programm bietet eine informative Mischung mit Vorträgen und Mitmachaktionen rund um die Themen der Gesundheit, der Sicherheit, der Vorsorge, des Wohlfühlens und der Pflege im Alter“, unterstreicht Raichle.
Auf zwei Stockwerken präsentieren sich an verschiedenen Ständen Vereine und stellen ihre Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung wie Schwimmen, gemeinsames Singen oder Erlebnisse in der Natur vor. Auch Schüler des Lichtenstern-Gymnasiums präsentieren bei der Messe ihre Projekte zum Problem der Einsamkeit im Alter und zum Austausch zwischen den Generationen. Vertreter der AOK informieren über die elektronische Patientenakte, und am Stand der Polizei gibt es Tipps für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Diverse Pflegeeinrichtungen stellen ihre Offerten ebenfalls bei der Messe vor.
Besucher proaktiv einbinden
„Die Besucher sind auch zum Mitmachen aufgefordert und können an einer Tanzstunde mit dem Rollator teilnehmen, ihre geistige Fitness beim Gedächtnistraining schulen, einen Rollstuhlparcours absolvieren, Selbstverteidigungsübungen kennenlernen oder mit einem Personal Trainer sportlich aktiv werden“, beschreibt Raichle. Ein Infotruck zum Thema „Mehr Leben im Eigenheim“ macht ebenfalls Station bei „Generation Plus“. Zudem gibt es ein ausgewähltes Vortragsprogramm, bei der Fachleute Ratschläge für eine ausgewogene Ernährung im Alter, für Vorsorge- und Betreuungsvollmachten, für die Gesundheit der Gefäße oder dem Vorbeugen von Gefahren an Haustür und Telefon geben.
Kulinarisch bewirten am Messetag die Landfrauen Sachsenheim. „Eine wichtige Säule unserer Seniorenarbeit ist auch, dass wir uns als demenzfreundliche Kommune aufstellen. Wir wollen das Thema der Demenz, das immer noch mit Scham und Heimlichkeit behaftet ist, in der Gesellschaft sichtbar machen“, betont Raichle. Dafür hat sie federführend einen „Wegweiser Demenz“ für Betroffene in der Stadt und auch für deren Angehörige erarbeitet.
„Wir gehen dabei einen Weg der kleinen Schritte, wollen aber eine zentrale Anlaufstelle für das Thema der Demenz bieten sowie an entsprechende Fachstellen oder die Beratung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vermitteln“, macht Nicole Raichle deutlich.
