Sachsenheim Große Freude über kleine Geschenke

Von Michaela Glemser
Sachsenheimer Jugendliche beschenkten 130 Senioren. Foto: /Martin Kalb

Aktion der Sachsenheimer Jugendbeiräte zaubert Lächeln in die Gesichter der Bewohner des Betreuten Wohnens und des Pflegeheims Sonnenfeld.

In den vergangenen Tagen glich das Büro des Sachsenheimer Jugendreferenten Alexander Ghazali der Geschenkewerkstatt des Weihnachtsmanns. Auf dem Schreibtisch türmten sich rund 130 liebevoll verpackte Präsente, welche die Bürger im Büro des Jugendreferenten abgegeben hatten. Adressat dieser vorweihnachtlichen Geschenkeflut war aber keineswegs Ghazali selbst, sondern Seniorinnen und Senioren des Betreuten Wohnens der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim und des Pflegeheims Sonnenfeld.

Die Initiative zur Aktion „Kleine Gaben, große Freude“ hatten die Jugendbeiräte der Stadt ergriffen, um in dieser Zeit vor Weihnachten ein Zeichen für mehr Miteinander und Zusammenhalt in der Gesellschaft zu setzen. „Wir wollen in Sachsenheim zusammenstehen. Diese Aktion kam in der Bevölkerung wirklich sehr gut an. Der Einsatz der jungen für die ältere Generation wurde sehr gelobt“, betonte der Sachsenheimer Jugendreferent.

Kleine Geste, große Wirkung

Die kleinen Geschenke waren von ihren Absendern entsprechend gekennzeichnet worden, sodass sofort ersichtlich war, ob das Präsent für eine Frau oder einen Mann gedacht war. „Es sollten kleine Dinge wie ein Rätselheft oder ein Kalender verschenkt werden. Wichtig war der gute Wille“, sagte Ghazali. Bei einem Besuch im Pflegeheim Sonnenfeld und in der Kirchlichen Sozialstation übergaben Vertreter des Jugendbeirats mit Jugendreferent Ghazali die bunt verpackten Geschenke an den Leiter der Kirchlichen Sozialstation Lothar Kämmle und an Claudia Queißer von der Betreuungsleitung für das Betreute Wohnen sowie an Constanze Hohaus vom Pflegeheim Sonnenfeld und einige Bewohner.

„Es sind so viele Geschenke zusammengekommen, dass wir die Bewohner des Pflegeheims und des Betreuten Wohnens beschenken können. Ich finde dies eine ganz tolle Aktion, dass die jungen Menschen an unsere Bewohner denken“, sagte Queißer, die zudem dankbar für die große Mitwirkungsbereitschaft in der Bevölkerung war. Die Freude bei den älteren Menschen selbst war ebenfalls groß, denn einige verbringen die Weihnachtsfesttage tatsächlich ohne Freunde und Bekannte.

Einsamkeit zu Weihnachten

„Natürlich sind unsere Bewohner noch vergleichsweise behütet, und es gibt in der Adventszeit bei uns auch viele Veranstaltungen wie Kaffeenachmittags mit Harfen- oder Zitherspiel oder ein Adventsgrillen“, sagte Queißer. Dennoch könne an den langen Weihnachtsfesttagen auch ein Gefühl der Einsamkeit bei den Senioren aufkommen. „Außerdem lässt sich doch jeder von uns gerne beschenken. Daher freue ich mich über das Lächeln in den Gesichtern unserer Bewohner“, so Queißer.

Die Jugendbeiräte hatten im Vorfeld mit Flyern und Plakaten kräftig Werbung für ihre Idee „Kleine Gaben, große Freude“ in der Stadt gemacht und waren sehr zufrieden mit der Resonanz. „So können wir mit kleinen Gesten der Nächstenliebe Großes in den Herzen der älteren Menschen bewirken“, sagte Jugendreferent Ghazali.

 
 
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